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"Schau Hin" rät: Eltern sollen auf moderierte Spiele-Chats setzen

Bei jüngere Kindern sollten Eltern ein Auge darauf haben, mit wem ihre Kinder beim Spielen in Kontakt treten. Ansonsten sind Angebote ohne Chat-Möglichkeiten oder mit moderierten Chats besser geeignet für Minderjährige.

25.02.2021 16:27 • von Nadine Seibold

Spielinterne Chats bergen viele Risiken für Minderjährige, darauf weist wieder einmal die Initiative "Schau Hin" Was dein Kind mit Medien macht" hin. "Beleidigungen, diskriminierende Äußerungen oder extremistische Ansichten können hier ungefiltert geteilt werden oder vermischen sich mit dem Spielgeschehen", erklärt "Schau Hin!-Mediencoach Kristin Langer. Deshalb rät "Schau Hin" den Eltern altersgerechte Spiele mit moderierten Chats für ihre Kinder zu wählen oder Spiele ohne Chatfunktion zu verwenden. So könne das eigene Kind auch nicht in Gefahr laufen Opfer von zum Beispiel Cybergrooming zu werden.

Allgemein ist es für jüngere Kinder sicherer, Spielrunden nur mit Freunden oder Mitschülern und nicht mit Fremden anzutreten. Wenn es dennoch mal nicht anders geht, verfügen manche Spiele-Chats über eine Einstellungsoption, die zum Beispiel anstößige Sprache filtert. Eltern können und sollten ihre Kinder zudem für das Thema sensibilisieren. Auch die Vereinbarung von Sicherheitsregeln ist hier ein wichtiges Kriterium.

"Es ist wichtig, dass Eltern auch dieses Thema mit ihren Kindern besprechen und sie über die Risiken von In-Game-Chats aufklären. Außerdem können Eltern im Blick behalten, dass ihr Kind ausgeglichen und emotional stabil bleibt, Risiken einschätzen lernt und beherzt handelt."

Falls ein Kind in Spielinternen Chats schon einmal belästigt wurde, rät "Schau Hin" dringend den Chatverlauf per Screenshot zu sichern, die betreffende Person zu melden und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei zu erstatten.