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Back Catalogue verschafft Embracer Group gutes Quartal

Die Embracer Group hat ihren Geschäftsbericht für das letzte Quartal 2020 veröffentlicht. Dank älterer Spiele fällt dieser positive aus, während der Blick in die Zukunft dank zahlreicher Projekte viel verspricht.

18.02.2021 12:14 • von Valentin Masszi
Embracer-CEO und Mitgründer Lars Wingefors will um der Qualität willen nicht vor Verschiebungen zurückschrecken. (Bild: Embracer Group)

Mit einem Nettoumsatz von 2,168 Milliarden schwedische Kronen schließt die Embracer Group das vergangene Jahr stark ab. Die umgerechnet ca. 215,86 Millionen Euro entsprechen einem Anstieg von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was der Konzern vor allem dem Back Catalogue zu verdanken hat. Dem Games-Arm fällt dabei der Löwenanteil zu, so brachte er 1,356 Milliarden schwedische Kronen ein, rund 135 Millionen Euro - ein Anstieg von gerundeten 62 Prozent.

Das deutsche Deep Silver hatte mit rund 49 Millionen Euro 6 Prozent mehr Nettoumsatz im Jahresvergleich zu verzeichnen, THQ Nordic konnte seinen Umsatz um 14 Prozent auf rund 38 Millionen Euro erhöhen und das 2020 hinzugekaufte DECA Games aus Deutschland kam auf einen Umsatz von rund 7 Millionen Euro.

Generell ist die Embracer Group 2020 enorm gewachsen und verzeichnete mit 5.730 eine 93 Prozent größere Belegschaft als 2019. Das liegt vor allem an zahlreichen Akquisitionen im Games-Bereich, darunter neben DECA beispielsweise auch Gearbox und Aspyr. So stieg die Zahl der Spieleprojekte von 96 auf 150 und allein die Mitarbeiter in Entwicklungsstudios machen nun 4.325 aller Embracer-Kräfte aus.

Am 25. Mail soll zudem "Biomutant" vom Hausstudio Experiment 101 erscheinen, das bereits des öfteren verschoben worden war. Lars Wingefors, Co-Gründer und CEO der Embracer Group, betont jedoch die Notwendigkeit für Verschiebungen für qualitative Produkte, weswegen man zehn andere Veröffentlichungen ebenfalls aufs nächste Fiskaljahr (endet März 2022) verlegen werde. Dementsprechend erwarte man für selbiges auch den größten Erfolg in der Konzerngeschichte. Des Weiteren soll das Unternehemenswachstum in der Zukunft noch weiter vorangetrieben werden.