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Drogenbeauftragte Ludwig rät Medienkosum in Pandemie zu begrenzen

Aufgrund der Pandemie verstärkt sich die Nutzung von Smartphones, Computerspielen und dem Internet. Dies sei problematisch, wie die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig warnt. Deshalb hat sie jetzt sogar eine Kampagne ins Leben gerufen.

26.01.2021 15:00 • von Nadine Seibold

Die Bundesdrogenbeauftrage Daniela Ludwig (CSU) ist besorgt, dass die Corona-Krise die digitale Mediensucht weiter verstärke. "Die problematische Nutzung von digitalen Medien ist seit Jahren total im Aufwärtstrend", so die CSU-Politikerin gegenüber der Augsburger Allgemeinen. "Corona macht es natürlich nicht leichter, es zwingt Kinder, Jugendliche - eigentlich alle - dazu, mehr denn je Zeit vorm Bildschirm zu verbringen."

Obwohl gerade fürs Homeschooling und das Homeoffice digitale Medien ein "Gewinn" seien, müsse "man schlichtweg auch mal den Stecker ziehen und einfach mal etwas anderes machen", warnt sie. Dabei verweist Ludwig auf die Mitte Dezember von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlichten Studiendaten.

12- bis 17jährige nutzen demnach im Durchschnitt 22,8 Stunden pro Woche und 18- bis 25jährige 23,6 Stunden pro Woche Computerspiele und das Internet und dies nur "just for fun", also ohne schulischen Bezug. Unter Jugendlichen habe sich so "ein ungesunder Umgang" binnen vier Jahren von 21,7 Prozent auf 30,4 Prozent erhöht.

Weil die Corona-Krise die Nutzung digitaler Medien weiter bestärkt, hat die Drogenbeauftrage die Kampagne Familie. Freunde. Follower ins Leben gerufen. Auf ihrer Homepage bekommen Eltern Tipps, um Regeln für die Mediennutzung der Kinder aufzustellen. Hinzu kommen Homeschooling-Materialien und ein Film mit Tobi Krell, alias "Checker Tobi", der sich an Kinder ab der vierten Klasse richtet und aufklären soll.