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Geo-Blocking: KochMedia und 5 weitere Firmen müssen Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat KochMedia, vier weiteren Publishern sowie Valve eine Strafe von insgesamt 7,8 Millionen Euro für Geo-Blocking-Praktiken auferlegt. Valves Anteil ist dabei höher, da sie nicht kooperiert haben.

20.01.2021 15:04 • von Valentin Masszi

7,8 Millionen Euro sind von fünf Publishern und Valve fällig für das Anwenden von Geo-Blocking auf Spiele trotz Verbots durch die EU. KochMedia, Bandai Namco, Capcom, Focus Home, ZeniMax und Valve hatten bestimmte Steam-Keys nur für Kunden aus bestimmten Ländern zugänglich gemacht. Das geschah zwischen den Jahren 2010 und 2015. Außerdem hatten Bandai Namco, Focus Home, Koch Media und ZeniMax, je nach Fall zwischen 2007 und 2018, den Verkauf einiger Spiele über Ländergrenzen hinweg eingeschränkt, was ebenfalls nicht erlaubt war.

Alle fünf Publisher hatten bei der Aufarbeitung allerdings mit der EU-Kommission kooperiert und mussten deshalb insgesamt "lediglich" gut 6 Millionen Euro zahlen. Valve hat sich einer Zusammenarbeit verweigert, was dem Unternehmen eine Strafe von 1,6 Millionen Euro einbrachte.

Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbs-Kommissarin, sagte dazu: "Mehr als 50 Prozent aller Europäer spielen Videospiele. Die Videospielindustrie in Europa ist im Aufschwung und ist inzwischen über 17 Milliarden Euro wert. Die heutigen Sanktionen gegen die 'Geo-Blocking'-Praktiken von Valve und fünf PC-Videospiel-Publisher dienen als Erinnerung, dass es Unternehmen nach EU-Wettbewerbsrecht verboten ist, Einschränkungen von Verkäufen über Ländergrenzen hinweg vertraglich festzulegen. Solche Praktiken schließen europäische Kunden vom einheitlichen EU-Digital-Markt aus und verwehren ihnen die Möglichkeit, nach dem passendsten Angebot in der EU zu suchen."