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Games

Superdata: Gaming-Einnahmen sind 2020 um 12 Prozent angestiegen

Laut einem Superdata-Report zu 2020 kletterten die Einnahmen durch Gaming im letzten Jahr auf 139,9 Milliarden Dollar, umgerechnet 115 Milliarden Euro. Befeuert wurde das Wachstum durch die Pandemie.

11.01.2021 15:28 • von Valentin Masszi
- (Bild: Superdata)

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In einem Jahresbericht zieht das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Superdata ein Fazit zur Entwicklung der Gamesbranche im vergangenen Jahr. Umgerechnet 115 Milliarden Euro hat die Branche 2020 weltweit eingenommen. Auf das gesamte Jahr gesehen entspricht das einem Wachstum von 12 Prozent im Vergleich zu 2019. Wie stark der Einfluss der Pandemie dabei war, lässt sich dabei leicht an den Digital-Verkäufen ablesen. Im Jahresvergleich lag das Wachstum im Januar und Februar noch bei 6 Prozent, ab den ersten Lockdowns im März wurden daraus jedoch für die restlichen Monate 14 Prozent.

Größter Faktor war wie gewohnt die Mobile-Sparte mit einem Anteil von 73,8 Milliarden Dollar bzw. 60,7 Milliarden Euro. Mit großem Abstand folgten F2P-Spiele auf dem PC, die für Einnahmen in Höhe von 22,7 Milliarden Dollar bzw. 18,7 Millarden Euro gesorgt haben. Auf dem dritten Platz finden sich mit 17,8 Milliarden Dollar bzw. 14,5 Milliarden Euro Premium-Konsolen-Titel.

Der F2P-Markt für sich betrachtet ist 2020 um 9 Prozent gewachsen. Vor allem Mobile-Spiele trugen das Segment weiterhin, was sich auch an den zehn einnahmestärksten Spielen zeigt, von denen lediglich zwei keine Mobile-Titel waren. An der Spitze befnden sich "Honor of Kings" und "Peacekeeper Elite", beide von Tencent. Sie alleine kommen auf insgesamt 4,77 Milliarden Dollar, umgerechnet 3,9 Milliarden Euro.

Vor allem Premium-Spiele profitierten vergangenes Jahr von der Pandemie. So wuchsen die Einnahmen um 28 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar, umgerechnet 20,1 Milliarden Euro. Der Hauptanteil fällt dabei mit 72,7 Prozent auf Konsolen. Hier führt Activision Blizzards "Call of Duty: Modern Warfare" die Liste an, gefolgt von EAs "Fifa 20" und "GTA V" von Take Two.

Auch auf Videoplattformen war bei Gaming-Inhalten ein Anstieg von 18 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar bzw. 7,6 Milliarden Euro abzulesen. Durch die Einstellung von Mixer kehrten vergangenes Jahr Top-Streamer wie Ninja zurück zu Twitch. Dies trug dazu bei, dass sich die Plattform 22 Prozent der Gesamteinnahmen sichern konnte. YouTube folgt mit 18 Prozent.

Die Verkäufe von VR-Headsets, auf der anderen Seite, sind um 15 Prozent zurückgegangen. Allerdings konnten Spiele-Einnahmen ein Plus von 19 Prozent auf 589 Millionen Dollar bzw. 484,3 Millionen Euro verbuchen. Vor allem die Oculus Rift 2 sowie "Half-Life: Alyx" trugen zu den Einnahmen 2020 bei, während Mobile-Lösungen im VR-Bereich wiederum größtenteils eingestellt wurden. Auch die PSVR verzeichnete einen Rückgang, was vor allem dem PS5-Launch geschuldet sein dürfte.

In einem abschließenden Ausblick stellt sich Superdata gegen die Befürchtungen eines Rückgangs der Gaming-Einnahmen durch steigende Covid-Impfungen. Das Unternehmen progostiziert stattdessen ein weiteres Wachstum des Spielemarkts. Die im vergangenen Jahr entwickelten Gaming-Gewohnheiten hätten sich etabliert und würden bleiben, so das Fazit. Zudem würden es vor allem mittelgroße Firmen künftig schwer im Triple-A-Bereich haben, da die Konkurrenz unter den großen Firmen stetig zunähme. Von letzteren wird erwartet, dass sie ihre jeweiligen Strategien weiter ausbauen. So würde Microsoft sich weiterhin auf Spiele-Streaming konzentrieren und Sony seine Singleplayer-Vormacht festigen wollen.