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Games

Gerlach: Vereine und Verbände sollen den E-Sport besser vernetzen

Digitalministerin Judith Gerlach will den E-Sport stärker institutionalisieren und fördern, dies betonte sie bei einem virtuellen Runden Tisch am Mittwoch in München noch einmal.

25.11.2020 16:01 • von Nadine Seibold

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Bayerns Digitalminiserin Judith Gerlach (CSU) ließ nach einem Gespräch mit Sport- und E-Sport-Verbänden sowie Vertretern der Gamesbranche, der Jugendarbeit und der Wissenschaft verlauten, wie wichtig es sei den E-Sport "stärker zu institutionalisieren". Die bessere Organisation und Vernetzung will sie insbesondere zusammen mit der Hilfe von Sportvereinen und -verbänden umsetzen.

"Beim eSport geht es um organisierte Wettbewerbe, die im Profibereich bei großen internationalen Veranstaltungen sogar ein Millionenpublikum anlocken. Selbst im Amateurbereich engagieren sich in Bayern tausende eSportlerinnen und eSportler, treten in sportlichen Wettstreit und betätigen sich ehrenamtlich. Diese meist jungen Menschen sollten wir verstärkt in organisierte Strukturen integrieren."

Ein Expertengremium soll nun Wege aufzeigen, wie der E-Sport weiter integriert werden kann. Das Spielen an der Konsole ist nämlich nach wie vor noch keine anerkannte Sportart. Zudem wurde auch über die Möglichkeiten einer staatlichen Unterstützung beraten, die in der Zukunft greifen könnte.

Bei dem Gespräch wurde ausserdem erneut deutlich gemacht, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter darüber nachdenkt, wie und dass der E-Sport als olympische Disziplin aufgenommen werden soll. "E-Sport fördert Ausdauer, Konzentration und bringt Menschen zusammen. Das ist aus meiner Sicht absolut unterstützenswert", so Gerlach.

Ebenfalls eine starke Verfechterin für den E-Sport ist Dorothee Bär, Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, die derzeit Schirmherrin für die Petition "Level Up Now" ist, die sich dafür einsetzt, dass E-Sport mit Sport auf eine Ebene gestellt werden soll.