Handel

Teil-Lockdown verschärft Kundenrückgang im Einzelhandel

In der ersten Novemberwoche beklagen viele Einzelhändler einen massiven Rückgang der Kundenzahlen und deutlich sinkende Umsätze. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Bundesregierung auf, auch Einzelhändler in ihr Nothilfeprogramm aufzunehmen.

11.11.2020 13:36 • von Jonas Kiß
So geht es im November vielen Einzelhändlern: Die Ladentüren sind offen, doch viele Kunden bleiben aus, wie hier bei Rimpo in Tübingen (Bild: Rimpo Tonträger)

In der ersten Novemberwoche 2020 beklagen viele Einzelhändler in den Innenstädten einen massiven Rückgang der Kundenzahlen und deutlich sinkende Umsätze. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Handelsverband Deutschland (HDE) mit mehr als 500 Handelsunternehmen hervor.

Demnach verzeichneten die befragten Innenstadthändler in der ersten Novemberwoche im Durchschnitt Umsatzausfälle von mehr als einem Drittel. Bei den Kundenzahlen würden die Unternehmen im Durchschnitt einen Rückgang von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehen.

Deshalb fordert der HDE die Bundesregierung auf, "auch Einzelhändler in ihr Nothilfeprogramm aufzunehmen und die Hürden für Überbrückungshilfen zu senken".

"Ohne staatliche Nothilfen werden viele mittelständische Innenstadthändler diesen November wirtschaftlich nicht überleben können", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Laut Genth habe die Bundesregierung mit ihrem Lockdown light eine Situation geschaffen, "in der der innerstädtische Einzelhandel bei offenen Ladentüren finanziell ausgehungert wird".