Games

ESBD kommentiert E-Sport-Beschluss von Niedersachsen

Der E-Sport und dessen Förderung wird von der Niedersächsischen Landesregierung anerkannt. Das betrifft jedoch nur Sportsimulationen. Martin Müller, Vizepräsident und Leiter der Breitensportabteilung beim ESBD kommentiert.

08.10.2020 10:36 • von
Martin Müller Vizepräsident und Leiter der Breitensportabteilung beim ESBD. (Bild: ESBD/Alina Ehmann)

Die Anerkennung und Förderung des E-Sports wurde am 7. Oktober, in der Niedersächsischen Landesregierung ausgesprochen - jedoch nur, wenn es sich dabei um Sportsimulationen handelt. Die Regierung folge damit dem E-Sportbegriff des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), der vom eSport-Bund Deutschland (ESBD), der E-Sportcommunity sowie von Experten aus Wirtschaft und Recht als sachfremd und untragbar kritisiert wird.

Dazu kommentiert Martin Müller, Vizepräsident und Leiter der Breitensportabteilung beim ESBD: "Wir bedauern die Entscheidung aus Niedersachsen, ignoriert sie doch die Realität des E-Sports: Sportsimulationen bilden nur einen kleinen Bruchteil des E-Sports ab. Sich der sachfremden Unterscheidung in gute und schlechte Spiele anzuschließen, kommt einem Spaltungsversuch gleich. Der Weg zur Anerkennung des E-Sports sollte über das ehrenamtliche Engagement der stetig wachsenden Vereinslandschaft führen.Die Landesregierung droht mit ihrer Entscheidung außerdem den Anschluss im E-Sportstandort Deutschland zu verlieren: In Ländern wie Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen hat man sich für ein offenes und konstruktives Verhältnis mit dem E-Sport entschieden. Dort gestalten Politik und Zivilgesellschaft zusammen die Zukunft des E-Sports und loten gegenseitige Mehrwerte aus."