Games

Bundesminister Scheuer gibt Startschuss zur großen Gamesförderung

Die politische Eröffnung hielt, was sie versprach: Den Startschuss zur zweiten Phase der Bundesförderung.

28.08.2020 11:38 • von Nadine Seibold
Das von der EU-Kommission notifizierte Förderprogramm unterstützt die Entwicklung von Games mit kleinen und großen Budget. (Bild: CSU/Valentin Brandes)

Andreas Scheuer (CSU) hat heute bei der politischen Eröffnung der gamescom 2020 die Worte ausgesprochen, auf die die Gamesindustrie seit Monaten wartet: Ab 28. September 2020 startet die Gamesförderung in die zweite Phase. Ab dann ist es deutschen Gamesunternehmen endlich möglich, ihre Anträge für die großvolumige Gamesförderung einreichen.

Die Europäische Union hatte ihr "okay" zur Förderung in Millionenhöhe im Februar 2020 gegeben. Zum offiziellen Startschuss nutzte Andreas Scheuer den Besuch beim Berliner Entwicklungsstudio Yager. Ungleich der De-minimis-Förderung gibt es keine Deadline, was die Einreichungsphase betrifft. Entwickler haben so weitaus mehr Zeit ihre Projekte einzureichen.

Durch die großvolumige Förderung sollen bis zu 50 Prozent der Spiele finanziell unterstütz werden. Erste Games-Großprojekte will das BMVI "am 1. Dezember 2020, wie Ina Göring, Referentin Förderung beim game-Verband, im devcom daily Twitch Show verrät. Zudem werden für die zweite Phase die Mitarbeiterkapazitäten nach oben geschraubt und bei der Antragsstellung verstärkte Hilfeleistung angeboten.

"Bei uns werden viele Spiele verkauft - insbesondere in Zeiten von Corona - aber leider noch nicht entwickelt. Das wollen wir mit der Games-Förderung des Bundes ändern, denn wir wollen auch in diesem Markt ganz oben mitspielen. 250 Millionen Euro Bundesförderung sind ein starkes Signal! Pünktlich zur gamescom starten wir die großvolumige Förderung des Bundes - mit richtig viel Geld für einzelne Spiele."

Bereits im Juni vergangenen Jahres fiel der Startschuss für die Pilotphase der Gamesförderung. Bei der sogenannten De-minimis-Förderung konnten, wegen der ausstehenden Freigabe durch die EU, zunächst nur Fördermittel bis zu 200.000 Euro beantragt werden.

Alle nötigen Hinweise zur neuen Förderrichtlinie, dem Förderaufruf und wichtige Dokumente finden sich auf der offiziellen Webseite des BMVIs.