Games

Österreichische Gamesbranche als globaler Player

Die Österreichischen Games-Verbände haben sich zusammengesetzt und die lokale Gamesbranche unter die Lupe genommen. Fazit: Österreichisch ist in der internationalen Branche bereits tief verankert.

27.08.2020 12:15 • von
Österreichische Gamesbranche im Überblick (Bild: ?Gaming in Austria 2019? (ÖVUS/GfK), ?eSports Marktanalyse? (ESVÖ/A1/nielsen) und ?Game Development Studie 2019? (WKO/UBIT/BMDW/Pioneers/IWI))

5,3 Millionen Österreicher spielen Videospiele, 50.000 davon sind registrierte E-Sportler, das und viele weitere Daten präsentierten die Verbände ÖVUS (Österreichischer Verband für Unterhaltungssoftware), Pioneers (Verband der österreichischen Spieleentwickler), ESVÖ (eSpor Verband Österreich) und Fachverband UBIT (Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT der Wirtschaftskammer Österreich). Vor allem unterstreichen die Verbände Österreich als Entwicklungsstandort. So generierten die rund 90 heimischen Spielestudios zuletzt 24,1 Millionen Euro Umsatz sowie eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 51,1 Millionen Euro.

"Der eSports-Markt boomt. Gemeinsam generierten die knapp 90 österreichischen Spielestudios so zuletzt über 24 Mio. Euro Umsatz. Die heimische Gaming-Wirtschaft ist eindeutig eine Zukunftsbranche und positioniert sich bereits als Global Player", betont Dr. Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Einige Österreichische Entwicklerstudios waren und sind an Top-Projekten wie etwa "World of Tanks: Frontline" (Bongfish aus Graz), "Die Siedler" (Mi'pu'mi Games aus Wien), "Sea of Thieves" (Purple Lamp aus Wien) oder dem "Bus Simulator 18" (stillalive Studios aus Innsbruck) beteiligt. Für den erst kürzlich erschienenen "Flight Simulator" hat außerdem blackshark.at, das in Graz, Wien und San Francisco ansässige Schwesterunternehmen von Bongfish, mitgemischt. Das Unternehmen hat für den "Flight Simulator" einen Großteil der Städte- und Gebäudegrafiken aus Satellitenfotos generiert.

"Videospielentwicklung findet mittlerweile sehr stark international vernetzt statt", erklärt Michael Fink, Vorsitzender des österreichischen Developerverbands Pioneers. "Moderne Multimillionen-Dollar-Produktionen mit hunderten Entwicklerinnen und Entwicklern - das lässt sich zusehends nur stemmen, indem man externe Unterstützung holt. Das Know-how der österreichischen Developer ist international sehr gefragt", so Fink.