Games

Anteil deutscher Games im Heimatmarkt bleibt unter fünf Prozent

Dank "Anno 1800" und "Tropico 6" ist zwar ist ein leichter Anstieg deutscher Enwicklungen zu verzeichnen, insegsamt bleibt dieser aber bei unter fünf Prozent und damit bei lediglich 168 Millionen Euro.

27.08.2020 11:18 • von
Anteil heimischer Spiele-Entwicklungen (Bild: game-Verband)

Der Negativtrend hält weiter an. Zwar ist der Anteil deutscher Spieleentwicklungen im Heimatmarkt von zwischen 2018 auf 2019 von 4,3 auf 4,9 Prozent leicht angestiegen, insgesamt bleibt der Wert aber weiterhin unter den mageren fünf Prozent.

Bei einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro in der Branche landen so lediglich 168 Millionen Euro bei heimischen Unternehmen. Für den game-Verband ist für eine Besserung dieser Situation eines unabdingbar: Die Förderung muss endlich "professionell" starten.

"Während der deutsche Games-Markt von Rekord zu Rekord klettert, stagniert der Marktanteil von Spielen aus Deutschland nach wie vor auf niedrigem Niveau", so game-Geschäftsführer Felix Falk . "Der leichte Anstieg im vergangenen Jahr lässt zwar hoffen, aber um die echte Trendwende zu schaffen, muss politisch für ein faires Wettbewerbsniveau gesorgt werden. Die professionelle Umsetzung der finalen Förderrichtlinie ist jetzt entscheidend: Wenn diese zeitnah startet, die Fehler der Pilotphase korrigiert werden und die Abwicklung schnell, unbürokratisch und spezifisch auf Games-Unternehmen ausgerichtet abläuft, dann wird der Motor anspringen können. Die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Games sind. Es muss unser Anspruch sein, dass wir in Deutschland endlich auf Weltniveau mitspielen können und wir als Land der Dichter und Denker unsere Geschichten auch in Games erzählen."

Gute Beispiele für das nicht ausgeschöpfte Potenzial der deutschen Entwickler gibt es reichlich. Angetrieben wurde der Anstieg des Marktanteils besonders durch zwei Games aus dem PC- und Konsolenspielbereich. Dank Ubisofts "Anno 1800" und Kalypsos "Tropico 6" stieg dieser nämlich von 1,1 auf 1,9 Prozent.

Die stärkste Steigerung ist allerdings in dem Teilmarkt Online- und Browser-Games zu verzeichnen, nämlich von 13 auf 17,6 Prozent. Der deutsche Anteil des wachstumsstarken Markt für Gaming-Apps hingegen sank von 3,2 auf 2,9 Prozent.