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Riot Games beendet Partnerschaft mit Neom nach Kritik

Aufgrund mehrerer kritischer Äußerungen zur frischen Partnerschaft zwischen der "League of Legends" European Championship und dem saudi-arabischen Projekt Neom, zieht Riot Games die Notbremse.

30.07.2020 15:01 • von
Diese Partnerschaft währte nur wenige Stunden: Neon wird die LEC nun doch nicht finanziell unterstützen. (Bild: Riot Games / LEC )

Im Großprojekt Neom fand Riot Games erst diese Woche einen Sponsor für die "League of Legends" Europe Championship (LEC). Diese Entscheidung fand aber nur bei den wenigsten Anklang, sodass die Partnerschaft sogar in den eigenen Reihen von Riot Games heftiger Kritik ausgesetzt war. Deshalb reagiert der Publisher und Entwickler hinter den Titeln "League of Legends" und "Valorant" schnellstens auf die Situation und löst die frisch geknüpften Bande wieder auf.

Zum Entschluss äußert sich Alberto Guerrero, Director of Esports EMEA, in einem Statement folgendermaßen: "Als Unternehmen und als Liga wissen wir, dass es wichtig ist, zu erkennen, wenn wir Fehler machen, und schnell daran zu arbeiten, diese zu korrigieren. Nach weiteren Überlegungen hat die LEC ihre Partnerschaft mit Neom mit sofortiger Wirkung beendet, während wir uns weiterhin unerschütterlich für alle unsere Spieler und Fans weltweit engagieren, einschließlich derer, die in Saudi-Arabien und im Nahen Osten leben. In dem Bemühen, unser Ökosystem im Bereich des E-Sports zu erweitern, haben wir zu schnell gehandelt, um diese Partnerschaft zu zementieren und in der Gemeinschaft, die wir vergrößern wollen, Risse verursacht. Obwohl wir in diesem Fall unsere eigenen Erwartungen verfehlt haben, haben wir uns verpflichtet, unsere internen Strukturen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt."

Bei Neom handelt es sich um eine futuristische Mega-Stadt, die mit Kosten von bis zu 500 Milliarden US-Dollar im Nordwesten Saudi-Arabiens errichtet werden soll. Teilweise wird das Großprojekt durch den Saudi-Arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman finanziert, was einer der Gründe für die Kritik ist. Zudem wird Saudi-Arabien oftmals mit Menschenrechtsverletzung behaftet, was in der Community von Riot Games ebenfalls für Unruhe sorgte.