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Ubisoft-Manager müssen wegen Missbrauchsvorwürfen gehen

Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und "toxischem Verhalten" legen unter anderem die Personalleiterin und der Chief Cretive Offiver von Ubisoft ihre Ämter nieder.

13.07.2020 11:02 • von

Mehreren Ubisoft-Führungskräften wird toxisches Verhalten in Form von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten vorgeworfen. Deshalb sind jetzt mehrere Führungskräfte inmitten des Skandals zurückgetreten.

Die Austritte erfolgen nach der Einleitung einer strengen Überprüfung, die das Unternehmen als Reaktion auf die Vorwürfe eingeleitet hat, wie Ubisoft am Sonntag mitteilte. Demnach sollen die Veränderungen in der Führungsetage zu einer "Verbesserung der Unternehmenskultur" führen.

So tritt Kretivchef Serge Hascoet und auch Cécile Cornet, die globale Personalleiterin, mit sofortiger Wirkung aus ihren Positionen zurück. Hascoets Posten wird interimsmäßig Ubisoft-Geschäftsführer Yves Guillemot übernehmen. Während dieser Zeit wird Guillemot persönlich die Art und Weise beaufsichtigen, in der die Kreativteams zusammenarbeiten. Die Suchen nach Cornets Nachfolgerin habe bereits unverzüglich begonnen.

Ebenfalls Konsequenzen aus den Anklagen zieht Yannis Mallat, der Geschäftsführer des kanadischen Ubisoft-Studios. Ihm sei es unmöglich aufgrund der jüngsten Anschuldigungen seine Position weiter zu bekleiden, heißt es in dem Statement.

"Ubisoft ist seiner Verpflichtung zur Gewährleistung einer sicheren und integrativen Arbeitsumgebung für seine Mitarbeiter nicht gerecht geworden", beschreibt es Ubisoft-Chef Yves Guillemot. Dies sei inakzeptabel, da toxisches Verhalten nicht in den Werten des französischen Spieleentwicklers enthalten seien. "Ich verpflichte mich, im gesamten Unternehmen tiefgreifende Veränderungen durchzuführen, um unsere Arbeitsplatzkultur zu verbessern und zu stärken."