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Ubisoft: Yves Guillemot plant Initiativen gegen Missbrauch

In einem Brief wendet sich Ubisoft Ceo und Gründer Yves Guillemot zum Thema Missbrauch bei Ubisoft und wie das Unternehmen damit in Zukunft umgehen wird an seine Mitarbeiter.

03.07.2020 14:20 • von

Ubisoft-Gründer und CEO Yves Guillemot meldet sich mit einem Brief an seine Mitarbeiter zu Wort, nachdem Missbrauch-Vorwürfe in seinem Unternehmen publik wurden, indem er schreibt, "niemand sollte sich bei der Arbeit jemals belästigt oder respektlos behandelt fühlen, und die Arten von unangemessenem Verhalten, von denen wir kürzlich erfahren haben, können und werden nicht toleriert." So wurden in den Missbrauchsfällen meist Machtpositionen gegenüber meist weiblichen Opfern ausgenutzt.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns", schreibt der Ubisoft-CEO, der sich persönlich dafür einsetzen will, dass sich die Art und Weise, wie bei Ubisoft gearbeitet und zusammengearbeitet wird zu verbessern. Guillemot habe beschlossen, die Zusammensetzung der Redaktion zu überarbeiten, die Personalprozesse umzugestalten und die Rechenschaftspflicht aller Führungskräfte zu diesen Themen zu verbessern. "Wir suchen nicht nach einer schnellen Lösung, sondern vielmehr nach einer strukturellen Veränderung bei Ubisoft, die voll und ganz mit unseren Werten übereinstimmt - Werte, die keine toxischen Verhaltensweisen tolerieren und bei denen sich jeder sicher fühlt, seine Meinung zu sagen", so Guillemot.

Als Maßnahme möchte der CEO eine Reihe von Initiativen in Gang setzen, die als Fahrplan dienen werden. So wurde etwa Lidwine Sauer als Leiterin für Arbeitsplatzkultur eingesetzt. Sauer ist Projektleiterin im Strategic Innovation Lab und ist nun befugt, alle Aspekte der Ubisoft Unternehmenskultur zu untersuchen und umfassende Veränderungen vorzuschlagen, die allen zugute kommen sollen, dabei berichtet sie direkt an Guillemot, sowie eine internationale und vielfältige multidisziplinäre Arbeotsgruppe einrichten. Eine weitere Initiative sei eine Reihe von Zuhörsitzungen für Mitarbeiter. Ziel dieser Sitzungen sei es, aktiv und rücksichtsvoll auf die Erfahrungen und Bedenken sowie auf Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter einzugehen. Außerdem werden in den nächsten zwei Wochen weltweite Mitarbeiterbefragungen zu diesem Thema geben. Damit soll offenes Feedback gefördert werden.Zu den jüngsten Vorwürfen wurde eine Reihe von Untersuchungen eingeleitet, die von unabhängigen Dritten geleitet werden. Wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, "werden alle geeigneten Maßnahmen ergriffen werden. Sollten und weitere Anschuldigungen oder Klagen zur Kenntniss gebracht werden, werden wir auch diese vollständig untersuchen", versichert der Ubisoft-Gründer. Darüber hinaus habe das Unternehmen eine vertrauliche Online-Benachrichtigungsplattform eingerichtet, über die sowohl Mitarbeiter als auch externe Personen Belästigung, Diskriminierung und andere unangemessene Verhaltensweisen melden können. Zu diesen Initiativen schafft Ubisoft eine neue Position des Leiters der Abteilung Diversity and Inclusion.