Games

FDP will Gamesförderung beim Kanzleramt ansiedeln

Manuel Höferlin von der FDP wettert mit harschen Worten gegen Andreas Scheuer und Dorothee Bär und kündigt einen Änderungsantrag seiner Partei zum Haushalt 2020 an.

25.10.2019 10:02 • von

Auf der gamecom 2019 wurde noch groß darüber gesprochen, dass die Gamesförderung im Bundeshaushalt 2020 verankert sein wird. Doch nun stoppt der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), genau diese Förderung. Der Berliner Tagesspiegel berichtet darüber, wie aus einem Bericht Scheuers an den Grünen-Abgeordneten Sven-Christian Kindler hervorgeht, dass die Bundesregierung auf ein Ende der Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr hinsteuert. So würde in dem Schreiben stehen, dass die Förderung 2019 nur einmalig veranschlagt worden sei. Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) hat im Sommer noch versprochen, dass es die Förderung im Jahr 2020 geben soll.

Nun hat sich der digitalpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Manuel Höferlin zu Wort gemeldet: "Bei der gamescom hatte Andi Scheuer noch vollmundig verkündet, für die Gamesförderung zu "fighten". Wenn die Förderung jetzt doch gestrichen wird, dann hätte sich der Minister komplett verzockt. Auch Digitalstaatsministerin Dorothee Bär, die solche Branchenevents gerne für Eigen-PR nutzt, ist offensichtlich nur zur Stelle, wenn es schöne Bilder gibt. Das Einzige, worauf man sich bei dieser Regierung verlassen kann, ist, dass man sich auf nichts verlassen kann! Das Game-Over für die Gamesförderung wäre nicht nur eine riesige Enttäuschung für die gesamte Branche, sondern auch ein glatter Bruch des Koalitionsvertrages. Wir Freie Demokraten werden das nicht hinnehmen und einen Änderungsantrag zum Haushalt einbringen: Wir wollen die im Kanzerlamtshaushalt anhängige Kulturförderung für Games öffnen, um der Branche damit Zugriff auf bis zu 110 Mio. Euro zu gewähren und die Förderung zu verstetigen."

Noch steht nicht fest, ob die Förderung ganz vom Tisch ist. So habe auch ein Sprecher des BMVI gegenüber der Berliner Zeitung gesagt, dass die Entscheidung für oder gegen eine Förderung final noch nicht gefallen ist. Bis 14. November könnte die Förderung noch in den Haushalt 2020 aufgenommen werden.