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Game Seer Venture Partners bringt Geld für Entwickler

Das Start-up Game Seer fokussiert sich explizit auf die Investition von Spielen und stellt für Game-Entwickler Venture Capital zur Verfügung. Angedacht für die Startphase ist ein Private Equity von rund 10 Millionen Euro.

22.07.2019 10:45 • von Nadine Seibold
Oliver Redelfs ist für die Bereiche Kommunikation, Networking und Scouting bei Game Seer verantwortlich. (Bild: Game Seer Venture Partners)

Gerade mal eine Woche alt ist das neu gegründete Start-up Game Seer Venture Partners. Das Unternehmen ist spezialisiert auf den Bereich Spielefinanzierung, beziehungsweise die Co-Finanzierung von international konkurrenzfährigen Spiele-Projekten für den Weltmarkt. Mit ihrem eigenen Private Equity stellt Game Seer weltweit Venture Capital für Games-Entwickler zur Verfügung. Dabei liegt der Fokus auf Multiplattform-Lizenzen von PC- und Konsolenspielen aus dem Core-Bereich, aber auch für Indie Produktionen.

10 Millionen Euro. So viel stehen den Game Seer für die ersten drei Jahre an Private Equity für Investements zur Verfügung. Für das erste Geschäftsjahr soll in drei bis fünf Spiele investiert werden. Das Rollenspiel "The Waylanders", das voraussichtlich 2020 erscheinen und von "Dragon Age"-Kreativdirektor Mike Laidlaw mitentwickelt wird, ist die erste Co-Finanzierung, die Game Seer unternimmt.

Das Gründungsteam von Game Seer selbst besteht derzeit aus drei Personen, die selbst 15 Jahre Erfahrung in der Videospiel-Branche mitbringen: "Bei uns sprechen die Entwickler direkt mit dem Investor, dem Decision Maker. Bei uns ist zu jedem Zeitpunkt alles transparent, wir sind jederzeit erreichbar und wir lieben Games. Von uns erhalten die Studios Smart Money und kein "dummes Geld". Mit unserer langjährigen Erfahrung in der digitalen Distribution und unserem großen Netzwerk, können wir die Entwickler bei Bedarf auf allen Ebenen mit den richtigen Partnern zusammen bringen.", so Bertrand Vernizeau, der als Geschäftsführer und Investment Partner das operative Geschäft leitet. Vernizeau war zuletzt als Leiter der Game Operations von MMOGA Ltd in Hong Konkg tätig, wo er bis 2018 das operative Geschäft der Firma führte. Oliver Redelfs, der Gründer von Red Elf Media, ist für die Bereiche Kommunikation, Networking und Scouting verantwortlich. Der Hauptfinanzierer des Unternehmens agiert derzeit im Hintergrund.

Die interne Obergrenze für Investments liegt aktuell bei 1,5 Millionen Euro, wobei die Gründer nach oben hin angeblich flexibel agieren wollen. Finanzierungen, die 100.000 Euro unterschreiten, sollen dagegen nicht getätigt werden, da sich zu kleine Transaktionskosten auf beiden Seiten nicht lohne. Bei der Auswahl der Games-Entwickler unterstützt ein selbstentwickeltes Analyse- und Bewertungs-Tool die Game-Seer-Investoren.

Wer in Kontakt treten möchte kann das auf der diesjährigen gamescom machen: Am Gemeinschaftsstand von Games Bavaria in Halle 4.1 / A-02 - B-030). Terminvereinbarungen können über das Kölner MeetToMatch-System getätigt werden oder direkt über das Formular auf der Firmenwebseite.