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Daedalic vermarket neues "Deponia" in "Computer Bild Spiele"

Deadalic beschert der deutschen Spielebranche ein absolutes Novum. Das neue "Deponia"-Spiel erscheint parallel zur Steam-Veröffentlichung auch als Vollversionsbeilage in der "Computer Bild Spiele". Die Zeitschrift ist dann zwar teurer als gewöhnt, aber Kunden bekommen das Spiel trotzdem deutlich günstiger als via Steam. Daedalic-Chef Carsten Fichtelmann setzt auf die große Handelsverbreitung der Illustrierten.

26.02.2016 11:02 • von Daniel Raumer
"Computer Bild Spiele" mit "Deponia Doomsday"-Vollversion (Bild: www.computerbild.de)

Daedalic geht neue Wege in der Vermarktung seiner Spiele. "Deponia Doomsday", der vierte Teil der Adventure-Serie, erscheint bereits am 1. März. Das PC-Spiel ist dann für 29,99 Euro via Steam erhältlich und parallel dazu für 9,99 Euro als Beilage der neuen "Computer Bild Spiele". Vollversionen in Fachzeitschriften sind zwar äußerst gängig, dass allerdings Neuerscheinungen beigelegt werden, ist ein absolutes Novum im Spielevertrieb. Noch dazu, weil der Preis somit deutlich unter dem Niveau auf Steam liegt.

Die "Computer Bild Spiele" hatte laut IVW-Meldung zuletzt eine verkaufte Auflage von 60.104 Heften. Die Springer-Postille kostet aktuell 3,80 Euro mit einer DVD, die Gold-Edition mit zwei Datenträgern wird für 5,80 Euro am Kiosk verkauft.

"Die Trilogie bestehend aus 'Deponia', 'Chaos auf Deponia' und 'Goodbye Deponia' hat über 2,2 Mio. Einheiten verkauft und ist damit die erfolgreichste deutsche Adventureserie", sagt Daedalic-Chef Carsten Fichtelmann. "Allein der letzte Teil, 'Goodbye Deponia', hat bei Erscheinen im Oktober 2013 die GFK-Charts der PC-Spiele in der ersten Verkaufswoche auf Platz eins angeführt. Würde die GFK die Zeitschriftenverkäufe ebenfalls messen, dann würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch 'Deponia Doomsday' nächste Woche die GFK-Charts anführen."

Fichtelman baut vor allem auf die große Präsenz der Illustrierten im Einzelhandel. "Wir haben das sehr lange geheim gehalten", schreibt er öffentlich auf Facebook. "Jetzt revolutionieren wir auch gleich die Art und Weise, wie Spiele in Deutschland physisch zum Launch vertrieben werden." "Doomsday" kann an rund 23.000 Verkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erworben werden.