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Holpriger Start für "GTA Online"

Mit einem Massenansturm auf die Server hatte Take-Two Interactive zum Start von "Grand Theft Auto Online" sicherlich gerechnet. Dennoch brach das System zeitweise zusammen. Der Publisher verspricht schnelle Abhilfe.

01.01.1970 01:00 • von Tim Pototzki

Welche Investitionen lassen sich zum Start eines neuen MMOs wirtschaftlich vertreten und reicht es nicht auch, mit einem langfristigen Maximum zu rechnen? Mit dieser Frage muss sich jeder Publisher auseinandersetzen, der im MMO-Markt etwas erreichen will. Die Liste der Spiele, die zum Start aufgrund zu hoher Nachfrage die Kundschaft nicht zufriedenstellen konnte ist lang. Nach dem jüngsten Beispiel "Final Fantasy XIV: A Realm Reborn" und dem hat es nun also auch "Grand Theft Auto Online" erwischt.

Auf einen Massenansturm war Publisher Take-Two sicherlich gefasst. Offenbar waren die Dimensionen nach dem sensationellen Verkaufsstart von "Grand Theft Auto V" dann aber doch zu groß. In Foren und Netzwerken häuften sich seit gestern Mittag die Beschwerden über einen lahmenden oder gar nicht zustande gekommenen Zugriff auf den Onlinemodus des Mega-Blockbusters.

Take-Two hat schnell reagiert und bereits gestern mit einer Informationskampagne begonnen, um die Kundschaft zu beruhigen. Der Online-Support listet mehrere mögliche Fehler auf, die in den vergangenen Stunden das Spielen von "GTA Online" verhindert haben. Take-Two entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten. Zudem sagt der Major zu, permanent an den Problemen zu arbeiten und schnellstmöglich eine Lösung zu präsentieren.

Gut möglich also, dass hinter den Kulissen die Infrastruktur nochmals aufgestockt wird. Eine Kostenfrage kann dies jedenfalls nicht sein, nach von "GTA V" in nur drei Tagen. Dennoch bleibt das grundlegende Problem natürlich bestehen, das auch in Zukunft alle Publisher von MMO-Games beschäftigen wird. Wie viel Geld darf in die Online-Infrastruktur fließen, damit die Fans ohne Hürden spielen können und sich das Angebot dennoch rechnet?