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Gamestop: Wii U hinter den Erwartungen

Kritik aus berufenem Munde: Laut Gamestop-President Tony Bartel konnte Nintendos neue Konsole Wii U nach dem Weihnachtsgeschäft die Erwartungen nicht mehr erfüllen.

01.01.1970 01:00 • von Tim Pototzki

Gamestop hadert mit der Wii-U-Performance. Im Gespräch mit "Forbes" äußerte Konzern-President Tony Bartel vorsichtige Kritik an der Veröffentlichungsstrategie: "Nach der Weihnachtssaison sind die Verkäufe schlechter gelaufen als wir erwartet hatten." Die Aussage deckt sich Einschätzungen der US-Presse, die Wii U im Februar ein miserables Absatzergebnis attestiert hatte. Bartel erkennt in der mangelhaften Softwareversorgung das Grundproblem. "Software wird im kommenden Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle spielen. Wir sehen bereits eine große Unterstützung bei Playstation 4, daher wird Wii U einige gute Titel, insbesondere First-Party-Spiele, benötigen, um konkurrenzfähig zu sein."

Nach dem allgemein positiv aufgenommen Wii-U-Launch Ende 2012 zeigte sich in den vergangenen Wochen, dass ein Software-Überflieger auf der Konsole fehlt. Das hoch gehandelte "Zombi U" etwa, dass Nintendo mit der Core-Gemeinde versöhnen sollte, ist trotz Exklusivität nicht der erhoffte Renner geworden. Zudem herrschte nach dem umfassenden Launch-Line-up lange Zeit Neuheitenpause. Chart-Hits wie "Dead Space 3" oder "Crysis 3" wurden erst gar nicht auf der Plattform veröffentlicht. Erst Mitte März zieht Wii U mit Veröffentlichungen wie "Monster Hunter 3 Ultimate" oder auch "The Walking Dead - Survival Instinct" und "Lego City: Undercover - Limited Edition" wieder an.