Handel

Durchwachsene Quartalsbilanz für Media-Saturn

Stagnierende Umsätze sowie Anlaufverluste in China haben das Ergebnis der Metro-Tochter Media-Saturn im ersten Quartal 2011 spürbar belastet. Die Ingolstädter setzen nun vor allem auf die längst fällige Umsetzung der Multichannel-Strategie.

03.05.2011 12:14 • von Mareike Haus

Stagnierende Umsätze sowie Anlaufverluste in China haben das Ergebnis der Metro-Tochter Media-Saturn im ersten Quartal 2011 spürbar belastet. Wie der Düsseldorfer Handelskonzern mitteilt, sank das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) vor Sonderfaktoren im Zeitraum Januar bis März um 18 Prozent auf 66 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz von Media-Saturn bewegte sich mit 5,0 Mrd. Euro nur leicht über Vorjahresniveau (4,9 Mrd. Euro). In Deutschland stiegen die Erlöse um 1,8 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Für Umsatzimpulse sorgte hier u. a. die Werbekampagne zum 50. Jubiläum von Saturn. In Westeuropa (exklusive Deutschland) ging der Umsatz jedoch um 2,3 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro zurück. Neben dem Verkauf der französischen Märkte wirkten sich hier u. a. konjunkturbedingte Umsatzrückgänge in Portugal und Spanien negativ aus. In den Niederlanden dagegen verzeichnete man einen deutlichen Umsatzanstieg, der auch auf das "erfolgreiche Internetgeschäft", wie im Quartalsbericht betont wird, zurückzuführen sei. Media-Saturn will auch in Deutschland den längst überfälligen Einstieg in den E-Commerce vorantreiben. So haben die Ingolstädter Ende März den Consumer-Electronics-Spezialisten Redcoon gekauft, der im letzten Geschäftsjahr auf einen Umsatz von rund 400 Mio. Euro kam. Zu den Launchfahrplänen der geplanten deutschen Saturn- bzw. Media-Markt-Onlineshops lässt sich das Unternehmen im Quartalsbericht allerdings nicht näher aus.

Die Warenhaussparte der Metro Group, Galeria Kaufhof, hat im ersten Quartal vor allem aufgrund des in den April verschobenen Ostergeschäfts Federn lassen müssen. Die Erlöse gingen um 4,7 Prozent auf 0,8 Mrd. Euro zurück, flächenbereinigt sank der Umsatz um 3,9 Prozent. Das Ebit verschlechterte sich im Berichtszeitraum um 43 Prozent auf minus 27 Mio. Euro.

Umsatz und Ergebnis des Mutterkonzerns wurden durch die Osterverschiebung dagegen nicht sonderlich beeinflusst: Der Umsatz bewegte sich mit 15 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, das Ebit vor Sonderfaktoren konnte sogar um 6,6 Prozent auf 145 Mio. Euro ausgebaut werden. Das Periodenergebnis vor Sonderfaktoren stieg auf 16 Mio. Euro (Q1 2010: 15 Mio. Euro).

"Wir haben unseren Gewinn erneut ausgebaut. Dies ist uns trotz des späten Ostergeschäfts gelungen und belegt damit auch unsere höhere Ertragskraft. Mit Blick auf die ersten vier Monate dieses Jahres liegen wir auch beim Umsatz bereits wieder über dem Vorjahr. Dies zeigt uns: Wir sind weiter auf profitablem Wachstumskurs", kommentierte Dr, Vorstandsvorsitzender der Metro AG, die Quartalsbilanz.