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DIS: Strategiewechsel zahlt sich noch nicht aus

Die Übernahme von Zynga-Konkurrent Playdom im Sommer 2010 wirkt bei Disney Interactive Studios negativ nach. Das Quartalsergbnis für das zum 1. Januar beendete erste Quartal fiel aufgrund der Playdom-Belastung negativ aus.

09.02.2011 10:29 • von Tim Pototzki

Statt kostenintensiver Konsolenspiele soll Disneys Spielearm in Zukunft im Browser- und Social-Games-Markt eine wichtige Rolle spielen. Bevor die Abteilung aber in die Vollen gehen kann, muss die Integration von Playdom abgeschlossen werden. 563 Mio. Dollar zahlte Disney im Juli vergangenen Jahres für den Zynga-Konkurrenten. Doch noch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus der Übernahme Belastungen. Trotz eines um 58 Prozent höheren Quartalsumsatzes stiegen auch die Verluste der Disney Interactive Studios (DIS). Bei 349 Mio. Dollar Umsatz wird ein Abteilungs-Fehlbetrag von 13 Mio. Dollar bilanziert. Das Minus fällt damit um rund 33 Prozent höher aus als im Vorjahr. Ohne die mit der Playdom-Übernahme verbundenen Kosten hätte DIS womöglich schwarze Zahlen geschrieben. Schließlich hatte man mit "Disney Micky Epic" und "Toy Story 3" zwei echte Topseller im Angebot. Vom Warren-Spector-Titel wurden in den USA laut "L.A. Times" allein im Dezember 1,3 Mio. Exemplare durchverkauft.