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game esports zieht durchwachsenes Fazit zur aktuellen E-Sport-Politik

Es bleibe noch ein Weg zu gehen. Das sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game zur aktuellen E-Sport-Politik der Bundesregierung. Doch nicht alles hat Verbesserungsbedarf, löblich seien etwa die Visa-Erleichterungen in dieser Legislaturperiode.

30.06.2020 10:55 • von

Die Vereinigung von game-Mitgliedern aus dem E-Sport-Ökosystem, game esports ziehen ein Fazit zur bisherigen E-Sport-Politik der aktuellen Legislaturperiode. Obwohl es für die Vereinigung die Politik eher durchwachsen war, gibt es doch auch positive Entwicklungen wie etwa die Visa-Erleichterung, die professionellen E-Sportlerinnen und E-Sportlern die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland erleichtert. Was der game esports jedoch nach wie vor noch kritisiert sei die fehlende Möglichkeit einer Gemeinnützigkeit im E-Sport. Diese fehlenden Möglichkeiten stellen heimische Vereine vor große Herausforderungen, außerdem würde so die Entwicklung von Amateur-E-Sport in Deutschland stark ausgebremst werden.

Des Weiteren fehle es auf Ebene der Länder und Kommunen an Unterstützung. Kommunen würden sich noch zu selten um die Austragung internationaler E-Sport-Turniere bemühen, obwohl diese positive Effekte für ihren Standort hätten, wie etwa Umsatzsteigerung für die örtliche Hotellerie und Gastronomie bis hin zur erhöhten internationalen Bekanntheit der Stadt. Aber auch eine größere Offenheit gegenüber E-Sport-Titeln wie "League of Legends" oder "Counter Strike", sowie das Zuverfügungstellen von Event-Hallen und Stadien sei wichtig. Der game esport kritisiert außerdem, dass E-Sport-Talente in Deutschland zu wenig Förderung erhalten. Es sei wichtig, Initiativen wie die esports player foundation, die E-Sportler in Deutschland fördert zu unterstützen.

"Die in dieser Legislaturperiode erzielten Fortschritte für den E-Sport waren wichtige Schritte, allen voran die Visa-Erleichterungen. Trotzdem bleibt noch ein Weg zu gehen. Vor allem die fehlende Anerkennung der Gemeinnützigkeit stellt viele Vereine vor Probleme. In dieser Legislaturperiode bleibt nur noch wenig Zeit, wenn CDU, CSU und SPD ihre Versprechen aus dem Regierungsprogramm einhalten wollen", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game - Verband der deutschen Games-Branche. "E-Sport bietet ein unglaubliches Potenzial. Wenn Deutschland hiervon profitieren will, müssen die Rahmenbedingungen aber weiter verbessert werden, im Bund, den Ländern und auch in den Kommunen. Die entscheidende Voraussetzung hierfür ist allerdings Offenheit und Respekt für den E-Sport und seine Community: Eine künstliche Teilung des E-Sports anhand von Genres führt an der weltweiten Realität der E-Sport-Kultur vorbei. Damit hilft man nicht den Vereinen, sondern schadet Deutschland als E-Sport-Standort."

Das vollständige Positionspapier des game esport "Deutschland zum besten E-Sport-Standort machen" findet man hier.