Produkt

"Borderlands 3"-Spieler unterstützen Medizinforschung

Die über 36 Millionen gelösten Puzzle in dem Minispiel "Borderlands-Wissenschaft" tragen zur Forschung des menschlichen Mikrobioms bei. Knapp 700.000 Spieler haben sich bereits an der Initiative beteiligt.

08.05.2020 11:10 • von

Das in Take-Two Interactives "Borderlands 3" integrierte Minigame "Borderlands-Wissenschaft" trägt zu realen biomedizinischen Studien bei. Spieler können dazu beitragen, das Mikrobiom des menschlichen Darms zuzuordnen, indem sie die Block-Puzzle in dem Minispiel lösen.

700.000 Spieler haben sich seit dem Start des Programms am 7. April daran beteiligt und haben mittlerweile über 36 Millionen Puzzle gelöst. Das entspricht etwa 1,2 Millionen Puzzle pro Tag.

"Spieler von Videospielen tragen jetzt zu wissenschaftlicher Forschung in der realen Welt bei", so Randy Pitchford, Mitgründer von "Borderlands"-Entwickler Gearbox Software. "Die Spieler von 'Borderlands 3' haben gezeigt, wie stark Gamer dabei sind, komplexe Probleme zugunsten des medizinischen Fortschritts zu lösen, - und dass es Spaß macht. Jetzt ist der Traum realistischer geworden, dass wissenschaftliche Fortschritte durch das Spielen eines Videospiels erzielt werden können."

Die Initiative entsprang aus einer Partnerschaft von mit Forschern und Wissenschaftlern der McGill University, von Massively Multiplayer Online Science (MMOS) sowie der The Microsetta Initiative an der UC San Diego School of Medicine.

"Unser Dank richtet sich an die 'Borderlands'-Community, da sie die Wissenschaft weiterbringt", so Attila Szantner, CEO und Mitgründer von Massively Multiplayer Online Science. "Wir haben während der ersten Wochen eine riesige Spielerbasis verzeichnet und wir hoffen, dass dieser Erfolg dazu anregt, Bürgerwissenschafts-Projekte in weitere AAA-Titel zu implementieren."

Die Initiative wächst auch stetig weiter. Allein in den letzten zwei Wochen wurden fast 250.000 neue Spieler gezählt.

"Die meisten Spieler sind sehr daran interessiert, wie sie die Wissenschaft unterstützen, während sie so viel Spaß mit dem Minispiel haben", ergänzt Professor Jérôme Waldispühl von der McGill University. "Durch die Erfüllung einfacher Aufgaben helfen die Spieler uns, KI-Algorithmen effektiver beizubringen, Sequenzen so zuzuordnen, wie ein menschliches Gehirn es in der Regel tun würde. Das klingt einfach, aber es erfordert eine Menge an Daten. In dieser Größenordnung wäre das ohne die Unterstützung durch ein Entwicklungsstudio von AAA-Spielen wie Gearbox nicht zu bewerkstelligen gewesen."

Mehr über das Projekt "Borderlands-Wissenschaft" gibt es auf Borderlands.com oder dnapuzzles.org. Das Erklärvideo zu dem Spiel wird von "The Big Bang Theory"-Schauspielerin Mayim Biyalik gesprochen.