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MediaMarktSaturn beantragt Kurzarbeitergeld für 20.000 Mitarbeiter

Nach der Schließung von Filialen in ganz Deutschland aufgrund des Coronavirus beantragt der Elektrokonzern Media-Saturn Kurzarbeitergeld. Das Unternehmen bessert die staatlichen Leistungen der 20.000 betroffenen Angestellten jedoch um 10 Prozent auf.

26.03.2020 10:24 • von
20.000 Mitarbeiter des Elektrokonzerns sind bis erstmal Ende April auf Kurzarbeitergeld angewiesen. (Bild: MediaMarktSaturn)

Alle Märkte in Deutschland sind geschlossen. Dazu zählen auch die 430 Filialen von Media Markt und Saturn. Das hat nun Konsequenzen für 20.000 Mitarbeiter der Elektrohandelskette. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber der Lebensmittel Zeitung bestätigt, ist Media-Saturn wohl dabei in Deutschland Kurzarbeit zu beantragen. Davon betroffen seien nicht nur die Mitarbeiter der Filialen, sondern auch Personen aus der Verwaltung in Ingolstadt.

In dieser Situation wurde jedoch mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, dass der Elektrokonzern die staatlichen Leistungen aufstocken wird. Bis Ende April legt Media-Saturn erst einmal zu den Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit, die je nach Familienstand zwischen 60 und 67 Prozent des Nettogehalts betragen, noch einmal zehn Prozent obendrauf. "Bis dahin werden wir die Lage neu bewerten", so der Unternehmenssprecher weiter.

Die Onlineshops von MediaMarkt und Saturn sind derzeit weiterhin in Betrieb und liefern nach aktuellem Stand an die Haustüre. Von Schließungen betroffen sind nicht nur die Filialen in Deutschland, auch Media-Markt-Filialen unter anderem in Frankreich, Italien, Polen, Belgien und der Schweiz mussten wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließen.