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game reagiert auf Vorwürfe des Missbrauchsbeauftragten

Zu den schweren Vorwürfe vom Missbrauchsbeauftragten Rörig findet Felix Falk deutliche Worte und bekräftigt, wie hoch das Interesse der Branche an einem hohen Jugendschutz-Standard ist.

21.02.2020 15:25 • von
Felix Falk und die Gamesbranche werden nicht still sein, denn Jugendschutz wird für sie großgeschrieben. (Bild: Game e.V.)

Nach dem Vorwurf von Johannes-Wilhelm Rörig gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Spieleindustrie behindere einen wirksamen Kinder- und Jugendschutz bei Online-Spielen, reagiert Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verbandes auf die Anschuldigung.

"Die Aussagen des Missbrauchsbeauftragten Rörig leisten leider keinen Beitrag zu einer sachlichen Auseinandersetzung, die uns aber bei einem so zentralen Thema wie dem Jugendschutz wichtig ist. Wir werden uns weiter mit konstruktiver inhaltlicher Kritik und konkreten Vorschlägen zur Verbesserung des Gesetzesentwurfs an der laufenden Debatte beteiligen. Still sein werden wir nicht, denn als Games-Branche stehen wir für einen besonders hohen Jugendschutz-Standard", so Falk.

Durch die Kritik des Verbandes an den neuen Jugendschutzentwürfen von Franziska Giffey (SPD) warf Rörig dem game-Verband darüber hinaus vor "vernebeln" zu wollen, "dass bis heute kein wirksamer Kinderschutz im Netz auf die Beine gestellt wurde".

Falk wendet jedoch ein, dass die Gamesbranche nicht nur Verantwortung mit modernsten technischen Jugendschutzlösungen oder Projekte wie IARC übernehme, sondern seit Jahren eine Reform des Jugendschutzes in Deutschland fordern.

"Angesichts der immer lauter werdenden Kritik am Entwurf von vielen Seiten wie den Ländern, der Wissenschaft oder den Selbstkontrollen hoffen wir, dass endlich in den Mittelpunkt rückt, dass nur ein gutes Miteinander von Politik und Wirtschaft zukunftsfähige Lösungen bringen kann", pflegt Felix Falk bei. Dafür werben man auch beim Missbrauchsbeauftragten Rörig.

Die Pläne von Giffey zum neuen Entwurf des Jugendmedienschutzes stieß nicht nur auf Kritik von Seiten des game-Verbandes. Auch der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Siegried Schneider, sieht die Pläne der Familienministerien als viel zu weit gehende Kompetenzen beim Bund im Vergleich zu den Ländern.