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Olympia 2032: ESBD erwartet Einbindung von E-Sport

Wenn die Rhein-Ruhr-Region im Jahr 2032 Austragungsort für die Olympischen Spiele 2032 werden sollte, fordert der ESBD die feste Verankerung von E-Sport als Disziplin.

13.02.2020 10:17 • von
Hans Jagnow möchte, dass das E-Sport "in allen Facetten" bedacht wird. Dazu zählt auch die Verankerung von E-Sport bei den olympischen Spielen. (Bild: ESBD)

Wie gestern bekannt wurde, hat sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Rennen um eine Olympia-Bewerbung 2032 zugunsten der Initiative der Rhein-Rhur-Region entschieden. In der Diskussion um eine Kandidatur der Region zur Austragung der olympischen Spiele in zwölf Jahren fordert der eSport-Bund Deutschland (ESBD) die Einbindung von E-Sport als festen Bestandteil.

"eSport sollte ein starkes Merkmal einer deutschen Bewerbung sein und in allen Facetten mitgedacht werden", so ESBD-Präsident Hans Jagnow, der sich sicher ist, dass bis zum Jahr 2023 E-Sport in jedem Haushalt eine Rolle spiele. "Damit können wir international unter Beweis stellen, dass wir die digitale Zukunft des Sports abbilden. Ein gemeinsames Fest der olympischen Werte zwischen traditionellen und neuen Sportbewegungen verbindet nicht nur die Welt, sondern auch die Generationen."

Jagnow betont außerdem, dass es von größter Wichtigkeit "die digitale Lebenswirklichkeit im nächsten Jahrzehnt schon jetzt im Kopf zu haben". Dafür bietet der ESBD seine Unterstützung bei der Entwicklung eines Konzeptes zur Integration des digitalen Sports in die Olympischen Spiele an.

Nordrhein-Westfalen profiliert sich schon länger als E-Sport- und Gaming-Standort, angetrieben von der schwarz-gelben Landesregierung, dass um eine Aufnahme von E-Sport nicht verlegen ist. Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei hat sogar die Aufnahme von E-Sport ins olympische Programm angeregt.

In einigen Ländern ist E-Sport schon längst eine anerkannte Sportart. In den South-East Asia Games 2019 wurde E-Sport sogar zum ersten Mal durch olympische Verbände als regulärer Medaillenwettkampf ausgerichtet. Nur hierzulange stellt sich der DOSB quer und möchte nur Fußballsimulationen als E-Sport anerkennen.

Die offizielle Entscheidung über eine tatsächliche Olympia-Kandidatur von NRW kann nur von einer Mitgliederversammlung des DOSB getroffen werden. Die nächste wird am 5. Dezember 2020 in München stattfinden.