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GDC-Studie: PC bleibt beliebteste Hardware

Über zehn Prozent der befragten Entwickler sitzen bereits an einem Game für die nächste Konsolengeneration. Über die Hälfte setzt aber aktuell und beim nächsten Projekt auf den PC.

27.01.2020 15:08 • von

PC wird noch immer ganz groß geschrieben. Das geht aus der diesjährigen Branchenumfrage der GDC hervor. 4000 Teilnehmer wurden darin befragt. 56 Prozent davon sagten aus, aktuell an einem Spiel für PC zu arbeiten. Mobile belegte mit 39 Prozent den Platz zwei. PS4 und Xbox One/X lagen indes bei 25 und 23 Prozent. Die vergleichsweise niedrige Zahl liegt natürlich an dem unaufhaltsam näher rückenden Eintreffen der Next-Gen-Konsolen. Bereits elf Prozent der Befragten gaben an, ihr aktuelles Spiel für die PS5 zu entwickeln, neun Prozent für die Xbox Scarlett. An einem Switch-Game werkelten zum Umfragezeitpunkt indes 17 Prozent.

Bei den Erwartungen für das nächste Projekt verändern sich die Angaben ein wenig. Die auslaufende Konsolengeneration hält sich hier aber mit jeweils 20 Prozent für Xbox One/X und PS4 dennoch stark. 23 Prozent der Befragten wollen aber bereits ihr nächstes Projekt für die PS5 entwickeln, 17 Prozent für die Xbox Scarlett und Xbox Project xCloud. Wie genau die letzteren beiden zusammen hängen werden, ist allerdings noch nicht ganz klar. Für einen Switch-Release werden mit ihrem nächsten Projekt etwa 19 Prozent hinarbeiten. Klarer Favorit ist aber auch hier der PC mit 52 Prozent, dicht gefolgt mit Mobile mit 39.

Klar ist also, dass die aktuelle Konsolengeneration noch ein wenig Lebenszeit vor sich hat. Nur fünf Prozent der Teilnehmer entwickeln ihr nächstes Spiel exklusiv für eine Next-Gen-Konsole. 22 Prozent wiederum setzen exklusiv auf PS4 oder Xbox One/X. 34 Prozent arbeiten auf einen Release für beides hin.

In einer zusätzlichen Frage ging die GDC-Studie auch näher auf den Umsatz ein. Darin wurde danach gefragt, wie viel Umsatz die Entwickler durch den Verkauf auf den jeweiligen Endgeräten generieren. Hier zeigen sich klare Unterschiede, die die PC-Präferenz erklären könnten. Insgesamt 70 Prozent der Teilnehmer machten zumindest irgendeine Form von Umsatz auf Computer. 40 Prozent der gaben sogar an, bis zu 100 Prozent ihres Umsatzes hier zu generieren. Bei PS4 und Xbox One lagen die Umsatzanteile bei den meisten, also 65 und 72 Prozent der Teilnehmer, bei maximal zehn Prozent. Ähnlich verhält es sich bei der Switch, dort waren es sogar 78 Prozent der Teilnehmer.

PC-Anbieter

Steam hält sich als Anbieter weiterhin mit enormem Abstand auf der Spitze. Die umsatzgeringsten Stores sind hier Kartridge, GOG und der Epic Game Store. Die meisten Entwickler gaben hier ebenfalls einen maximal generierten Umsatz von zehn Prozent an. Bei Steam waren es indes nur 42 Prozent. Weitere 34 Prozent gaben sogar an, auf Steam zwischen 76 bis 100 Prozent ihres Umsatzes zu erwirtschaften.

Der Epic Game Store startete allerdings erst Anfang 2019 und hat damit gerade mal sein erstes Jahr hinter sich. Seinen Status als ernstzunehmender Steam-Konkurrent hat der Store durch Exklusivtitel bereits angefangen zu etablieren, in den Zahlen spiegelt sich das aktuell aber noch nicht wieder. Dennoch sind die Entwickler positiv gestimmt. 40 Prozent der Antwortgeber sind der Meinung, dass die Plattform des "Fortnite"-Entwicklers ein langfristiger Erfolg wird. Die Teilnehmer die sich bei "Vielleicht" (35 Prozent) und "Nein" (sieben Prozent) einordnen, berufen sich auf schlechtes Marketing und Sicherheitsprobleme bei der Plattform.

"Epic Games muss deutlich mehr Marketing betreiben, um Aufmerksamkeit auf seine Plattform zu lenken, auch abseits von "Fortnite"-Spielern und Leuten aus der Branche", so einer der Umfrageteilnehmer. "Wenn sie ihren Marktanteil nicht deutlich erhöhen, können sich die Spiele nicht genug verkaufen, um erfolgreich zu sein. Ich bin glücklich, dass Epic für einen Steam-Konkurrenten auf dem Markt anbietet und die Plattform-Gebühr zu senken ist auch gut für alle. Aber der Store braucht Verbesserungen und Marketing."

Der ganze State of the Games Industry 2020 Report findet sich hier. Bei der nunmehr achten Ausgabe der Studie wurden 4000 Entwickler befragt.