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Klassischer US-Spielemarkt bricht zweistellig ein

Der Umsatz mit Konsolenhardware, Computer- und Videospielen sowie Zubehör ging 2019 um 13 Prozent zurück. Vor allem der Hardwareumsatz leidet im Hinblick auf die kommende neue Konsolengeneration wie die Daten der US-Marktforscher der NPD Group zeigen.

17.01.2020 09:38 • von

14,58 Milliarden Dollar - so viel hat die US-Gamesbranche 2019 mit dem Verkauf von Konsolen, Computer- und Videospielen sowie Gamimg-Zubehör umgesetzt. Das berichten mehrere US-Medien auf Basis neuer Daten der Marktforscher der NPD Group. Anders als das Unternehmen Superdata fokussiert die NPD Group das klassische Gamesgeschäft. Digitalumsätze fließen ebenfalls ein, jedoch werden die von den Publishern gemeldet. So beeindruckend die Zahl auf den ersten Blick ist, für die US-Branche ist sie ein herber Rückschlag. Denn das Marktvolumen der US-Gameswirtschaft sank um 13 Prozent.

Schuld daran haben alle Teilmärkte, denn in jedem Segment ging der Umsatz zurück. Am schlimmsten traf es jedoch die Hardware. Hier liegt das Umsatzminus bei 22 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Spieleumsatz sank um neun Prozent, der Umsatz mit Games-Peripherie um sieben Prozent.

An sich ist die Entwicklung nicht ungewöhnlich. Mit Launch der neuen Konsolengeneration vor Augen sank die Nachfrage auch in der Vergangenheit immer. Gleichzeitig geraten die Preise der Current-Gen-Konsolen in dieser "Transitionphase" unter Druck. Beides drückt die Umsätze nach unten.

Die große Frage ist jedoch: Wie geht es weiter? In der Vergangenheit stabilisierte sich der Markt stets mit dem Launch der neuen Konsolen und erreichte dann in den Folgejahren neue Rekordwerte. Doch früher gab es eben noch keine Streaming-Konzepte wie Apple Arcade und Google Stadia. Nachdem der klassische Gamesmarkt den Mobile-Games-Boom unbeschadet überstanden hat könnten nun die Streamingkonsolen das Kerngeschäft der meisten Third-Partys durcheinander wirbeln.