Games

Hamburg fördert Gamesbranche mit zwei Millionen Euro

Zehn Jahre nach Ende der letzten offiziellen regionalen Förderung startet Hamburg nun eine neue Initiative. Bis 2023 werden insgesamt zwei Millionen Euro für Spieleprototypen und einen neuen Inkubator zur Verfügung gestellt.

09.01.2020 12:02 • von

Hamburg lässt das neue Jahr mit einem Paukenschlag einläuten. Die örtliche Spielebranche wird ab sofort mit 520.000 Euro im Jahr gefördert. Die neue Förderinitiative ist bis 2023 angelegt. Insgesamt werden also zwei Millionen Euro für die Hamburger Spieleindustrie zur Verfügung gestellt werden. Um die Abwicklung und Beratung der Antragssteller kümmert sich die Standortinitiative gamecity:Hamburg als Teil der Fördereinrichtung Hamburg Kreativ Gesellschaft. Es handelt sich hierbei um die erste Förderung für Computerspiele in der Hansestadt seit dem Ende der Prototypen-Förderung 2010.

Erste Einreichungen von Prototypen werden voraussichtlich im März entgegengenommen. Der Verteilung der Fördersummen folgt dann im zweiten Halbjahr 2020. Die Spieleprototypen können mit jeweils bis zu 80.000 Euro in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse unterstützt werden. Die Förderquote beträgt maximal 75 Prozent mit einem Eigenanteil von mindestens 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Antragsberechtigt sind Entwickler sowie Studios - Größe und Mitarbeiterzahl unabhängig - die zum Start der erhaltenen Förderung ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Hamburg haben. Die Prototypenförderung beläuft sich jährlich auf 400.000 Euro.

Die restlichen 120.000 Euro fließen indes in einen neuen, auf die Spielebranche zugeschnittenen Inkubator. Durch diesen werden bis zu fünf Teams im Jahr drei Monate lang mit Mentoring, Workshops und einer finanziellen Förderung von 15.000 Euro unterstützt.

Dennis Schoubye, Projektleiter gamecity:Hamburg: "Mit der Einführung der neuen Prototypenförderung in Kombination mit einem Inkubator können wir Spieleentwickler gleich auf mehreren Ebenen unterstützen und werden dafür das starke Netzwerk am Standort aktivieren. Der Inkubator ist dabei nur ein Format unserer Gesamtstrategie, um den Wissensaustausch zwischen Unternehmen sowie dem Nachwuchs in Hamburg zu fördern. Mit dem Inkubator zielen wir darauf ab, Nachwuchsteams aktiv und maßgeschneidert bei der Ausarbeitung von Konzepten mit hohem Marktpotential zu unterstützen."

"Hamburg ist einer der größten Standorte für die Entwicklung und Vermarktung von Computerspielen in Deutschland", so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. "An insgesamt zehn privaten und öffentlichen Ausbildungseinrichtungen werden zudem die Entwickler und Games-Fachkräfte von morgen ausgebildet. Mit der neuen Spieleförderung und dem Inkubator geben wir Gründerinnen und Gründern und Start-ups einen zusätzlichen Anreiz, ihre Geschäftsideen in Hamburg umzusetzen. Gleichzeitig stärken wir mit der Förderung weiter die Kompetenzen von gamecity:Hamburg und machen diese Initiative der Hamburg Kreativ Gesellschaft zu dem zentralen Partner mit umfassenden Service-Angeboten für die Games-Branche in Hamburg."