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Tencent übernimmt zehn Prozent von Universal Music für drei Milliarden Euro

Vivendi verkauft zehn Prozent seiner Tochtergesellschaft Universal Music für drei Milliarden Euro an Tencent. Darauf einigten sich die Konzerne nach monatelangen Gesprächen am 31. Dezember 2019.

02.01.2020 12:06 • von Jonas Kiß
Wertet den Deal als aufregende Entwicklung: Lucian Grainge (Bild: Universal Music)

Seit August 2019 führten der französische Vivendi-Konzern und der chinesische Konzern Tencent Gespräche über den Verkauf von Anteilen an der Universal Music Group. Nun haben sie sich auf einen Deal geeinigt.

Am 31. Dezember 2019 teilte Vivendi mit, dass der Konzern zehn Prozent seiner Tochtergesellschaft Universal Music an ein Konsortium unter Führung von Tencent verkauft. Als Geldgeber gehören dem Konsortium neben Tencent weitere nicht genauer benannte Finanzinvestoren an.

Laut Vivendi wird die Universal Music Group im Rahmen dieses Deals auf einen Marktwert von 30 Milliarden Euro, umgerechnet rund 33,6 Milliarden Dollar, taxiert. Die Übernahme hat demnach ein Volumen von drei Milliarden Euro. Wenn die Kartellbehörden dem Milliardendeal zustimmen, soll die Transaktion bis Ende des ersten Halbjahrs 2020 abgeschlossen sein. Außerdem besitzt das von Tencent angeführte Konsortium die Option, bis zum 15. Januar 2021 weitere zehn Prozent zum selben Preis zu erwerben.

Darüber hinaus gab Vivendi am 31. Dezember bekannt, mit Verhandlungen über den möglichen Verkauf eines zusätzlichen Minderheitsanteils der Universal Music Group begonnen haben. Dies deckt sich mit früheren Aussagen, als der Konzern Mitte letzten Jahres verkündete, bis zu 50 Prozent des Musikmajors veräußern zu wollen.

In einem Brief von Lucian Grainge, Chairman & CEO Universal Music Group, an die weltweite Belegschaft von Universal Music wertet er den Schritt als "aufregende Entwicklung, die eine starke Bestätigung unserer Geschäftsstrategie, unseres unglaublichen Teams und Ihrer ausgezeichneten Arbeit widerspiegelt." Bis auf "zusätzliche Ressourcen zur Weiterentwicklung unserer Strategie" solle "alles andere gleich bleiben", so Grainge weiter.