Games

FC Bayern München plant eSport-Einstieg

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge steht ein Einstieg des Fußball-Rekordmeisters in die Welt des eSport bevor.

02.12.2019 16:07 • von
Wird sich der FC Bayern München "eFootball PES" von Konami zuneigen? (Bild: Konami)

Fußball-Rekordmeister Bayern München steht offenbar kurz davor in den eSport einzusteigen. Das zumindest sagt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge bei der Eröffnung des Digital Campus des Klubs in der Allianz Arena: "Wir sind intern in finalen Diskussionen. Ich kann mir vorstellen, dass wir uns im eSport den Fußballspielen zuneigen."

Man wolle Erfahrungen sammeln auf dem Gebiet und dann zeitnah eine Entscheidung fällen. "Ich kann mir vorstellen, dass es die pro eSport Soccer sein wird", so Rummenigge weiter. Mit dieser Aussage scheint damit auch klar, dass ein Einstieg in Titel abseits des Sportgenres, wie "Leage of Legends" oder "Counter-Strike", vom Tisch ist. Ex-Präsident Uli Hoeneß, der bei der Jahreshauptversammlung im November 2019 wie erwartet vom ehemaligen Adidas-Chef Herbert Hainer abgelöst worden war, hatte sich in der Vergangenheit mit Skepsis gegenüber der digitalen Variante des Fußballs geäußert.

Aktuell hat nur die Basketball-Abteilung der Münchner ein eSport-Team in "NBA2K" inne. Welcher Fußball-Simulation sich der FC Bayern zuneigen würde, ist noch nicht final bestätigt. Auf Anfrage von GamesMarkt gibt Stefan Mennerich, Verantwortlicher im Sinne des Telemediengesetztes beim FCB München, darüber Auskunft, dass eine Partnerschaft "sehr wahrscheinlich mit Konami und ' eFootball PES 2020' und nicht mit dem direkten Konkurrenten 'FIFA20' entstehen wird".

Seit der neuen Bundesliga-Saison im September kooperiert der FC Bayern München mit "eFootball PES 2020". Die Kooperation zwischen "FIFA"-Hersteller Electronic Arts endete nach drei Jahren am 30. Juni 2019. Allerdings ist Konkurrent "FIFA" weitaus stärker im eSport verankert als PES.

Zahlreiche eSport-Teams haben sich in der Virtuellen Bundesliga (VBL) organisiert, die derzeit in der zweiten Saison läuft. Dort spielen 22 Mannschaften, darunter Werder Bremen, Schalke 04, der 1. FC Köln und der Hamburger SV. Neben den Bayern haben aus der Bundesliga bislang Borussia Dortmund, der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim, Fortuna Düsseldorf, Union Berlin und der SC Paderborn kein Team gemeldet.