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Mitgliederversammlung: ESBD plant europäischen Dachverband

Kommendes Wochenende kommen etwa 50 Gäste und Delegierte zur ESBD-Mitgliederversammlung. Der Verband wird hier über Strukturreformen debattieren sowie über die Gründung eines europäischen Dachverbandes abstimmen.

29.11.2019 10:43 • von
(V.li.) Niklas Timmermann, Martin Müller, Hans Jagnow, Anna Baumann, Fabian Laugwitz und Jan Pommer. (Bild: Maria Manneck)

Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) trifft sich vom 30. November bis 1. Dezember zur Mitgliederversammlung in Köln. Auf der Agenda stehen unter anderem die Wahlen zum Verbandspräsidium, eine umfangreiche Strukturreform des Verbandes sowie eine Abstimmung über die Gründung eines europäischen Dachverbandes. 50 Delegierte und Gäste werden zur Mitgliederversammlung im Firmensitz des eSport-Unternehmen ESL.

"Nach den ersten zwei Jahren des ESBD ist es Zeit für unsere Mitglieder, eine Bilanz der Gründungsphase zu ziehen und über die Zukunft des Verbandes zu diskutieren. Mit Wahlen, Strukturreform und Programmanträgen steht uns ein produktives Wochenende bevor", sagt ESBD-Präsident Hans Jagnow. "Und insbesondere im Zuge der aktuellen bundespolitischen Diskussion um die Neuregelung der Gemeinnützigkeit wird uns auch die eSport-Bilanz der Bundesregierung beschäftigen."

Am Samstag, 30. November findet die Wahl zum Verbandspräsidium statt. Zwei Präsidiumspositionen sind zu vergeben, wofür Hans Jagnow, Dr. Fabian Laugwitz und Peter Lemcke zur Wahl stehen. Mit Vorschlagsrecht aus den Verbandsabteilungen sind Martin Müller (Breitensport), Daniel Finkler (Leistungssport) und Christopher Flato (Veranstalter) gemeldet. Die bisherigen Vizepräsidenten Jan Pommer und Niklas Timmermann werden in diesem Rahmen außerdem verabschiedet. Ebenfalls am Samstag werden programmatische Anträge diskutiert, so auch ob ein europäischer eSport-Verband gegründet werde. 16 Partnerverbände haben bereits im April die sogenannte Berliner Erklärung unterzeichnet, die die Grundlinien eines europäischen Verbandes betont. Während der Versammlung soll nun dafür Mitgliedervotum eingeholt werden.

Am Tag danach, werden Strukturreformen für den ESBD debattiert, nachdem ein Antrag zur Satzungsänderung eingebracht wurde. In dem Antrag wurden die ersten zwei Jahre des ESBD evaluiert. Daraus wurde abgeleitet, wie sich der eSport-Bund weiter stärken kann. Wie etwa durch die Einführung und Weiterentwicklung von Verbandsgremien. Hier solle ein Schiedsgericht im ESBD entstehen und Spieler aus dem eSport eine direkte Vertretung erhalten.