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USK prolongiert Anerkennung von Nintendos Parental Control

Das Parental-Controls-System der Nintendo Switch wurde erneut als geeignetes Jugendschutzproramm für geschlossene Systeme im Gamesbereich nach JMStV anerkannt.

28.11.2019 10:50 • von

Die Nintendo Switch und das Nintendo Account-System sind von USK.online weiterhin als kinder- und jugendgerecht eingestuft worden. Nach erneuter Vorlegung der beidem durch Nintendo, urteilte das Prüfgremium von USK.online, dass die Anerkennung der Jugendschutzsysteme der Nintendo Switch und des Nintendo Account-Systems im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) für weitere drei Jahre verlängert wird.

Seit der Novellierung im Jahr 2016 des JMStV können auch Jugendschutzprogramme in geschlossene Systeme wie zum Beispiel proprietäre Konsolen bewilligt werden. Bereits 2018 erkannte USK die Altersbeschränkungen (Parental Controls) auf der Nintendo Switch und das Nintendo Account-System offiziell als erstes Jugendschutzprogramm für ein geschlossenes System an. Nach einem Jahr legte Nintendo die Systeme mit diversen Änderungen und Erweiterungen nun erneut vor, um eine Anerkennungsverlängerung zu erwirken.

Die neu angepassten Parental Controls der Nintendo Switch erlauben Erziehungsberechtigen jetzt noch genauer einzustellen, welche Inhalte, Spiele, Käufe, Online-Content oder Apps auf der Konsole getätigt werden. Auch der Zugang zu Virtual-Reality-Spielen ist jetzt steuerbar. Ebenso wurden die Altersbeschränkungen auf Online-Inhalte ausgeweitet. Das erstreckt sich gleichfalls auf mit der Konsole selbst aufgenommene Videos. Auch das Anzeigen von Freundesvorschlägen und die Verknüpfung von Social-Media-Accounts wurden altersgerecht implementiert. Selbst über die Kophhörerlautstärke lässt sich in den neuen Jugendschutzeinstellungen verfügen.

Für die Maßnahmen von Nintendo hat Elisabeth Secker, Geschäftsführerin der USK, nur lobende Worte: "Am Beispiel von Nintendo zeigt sich, wie zeitgemäßer Jugendschutz im Online-Bereich funktionieren kann. Eine Anerkennung durch eine Selbstkontrolle wie die USK verhilft Anbietern schnell und unkompliziert den Anforderungen des deutschen Jugendmedienschutzes gerecht zu werden."

Die Digitalwelt, in der Konsumenten den deutschen Rechtsraum mit einem Klick verlassen können und auch die die zunehmende Digitalisierung der Vertriebswege stellt der Jugendmedienschutz beständig vor neue Herausforderungen. Eine Anerkennung von Jugendschutzprogrammen in geschlossenen Systemen kann jedoch in der Konsolenwelt den Jugendmedienschutz bei Games im Digitalgeschäft stärken.