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Eset-Umfrage: Gamer sind zu nachlässig mit Passwort-Sicherheit

Fast 50 Prozent der Gamer sichern ihre Gaming-Accounts trotz hinterlegten Zahlungssystemen und Kreditkarteninformationen zu nachlässig ab, wie eine Eset-Umfrage in 2019 belegt.

21.11.2019 16:03 • von
57,3 Prozent der Gamer nutzen ein und dasselbe Passwort für das Mailpostfach und ihren Gaming-Account. (Bild: Eset)

Sichere Passwörter sind wichtig, beim Online-Banking sowie bei Gaming-Accounts mit hinterlegtem Zahlungssystem. Wie jedoch eine Umfrage der Sicherheitssoftware Eset im Befragungszeitaum vom 6. August 2019 bis 8. August 2019 zeigt, besteht im Themenbereich Sicherheit weiterhin für viele in Deutschland Nachholbedarf, denn fast die Hälfte der Nutzer von Gaming-Apps sehen nicht die Gefahr von Cyberkriminalität.

Obwohl 57,3 Prozent der Gamer für ihre Accounts unterschiedliche Kennwörter anlegen, recycelt der Rest (42,7 Prozent) ihre Passwörter. Wie Eset beobachten konnte, steigt mit dem Alter auch die Bedeutung der Passwort-Sicherheit. Nur 18 Prozent der Internetnutzer ab 50 Jahren verwenden ihre Gaming-Passwörter auf mehreren Diensten, junge Erwachsene hingegen zwischen 18 und 29 Jahren zu 55 Prozent.

"Weltweit gibt es rund 2,2 Milliarden Gamer, davon zocken rund 1,2 Milliarden auf dem PC", sagt Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist. "Auch Deutschland ist inzwischen zu einem Land der Gamer geworden. Umso weniger verwundert es, dass Cyberkriminelle immer stärker aktiv sind. Mit Spam- und Phishing-Mails, aber auch mit gefälschten Apps zu beliebten Mobile Games, versuchen sie gezielt, Zocker in die Falle zu locken und an sensible Informationen zu gelangen."

ESET warnt davor, dass Nutzer mit einem zu schwachen Passwort leicht abgezockt werden können. Wie die Umfrage ergab, sind Guthabenkarten, Kreditkarte oder das Bezahlen per Lastschrift am beliebtesten. 30 Prozent haben keine Bezahldaten gespeichert. Dabei gilt, Guthabenkarten sind eine sicherere Bezahlmethode als Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren. Bei einem cyberkriminellen Überfall ist lediglich das aufgeladene Geld weg und nicht das gesamte Bankkonto leer geräumt.

Zur Sicherheit gibt ESET ein paar Tipps an alle Zocker. Das regelmäßige Installieren von Updates, die Nutzung einer Sicherheitslösung und die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung ist genauso wichtig wie die Online-Bezahlung über einen gesicherten Browser und Käufe nur von den offiziellen Quellen zu tätigen.