Games

Bundestag sichert Finanzierung der Gamesförderung bis 2023

Die 2019 erstmals umgesetzte Gamesförderung auf Bundesebene geht weiter. Nach einer Hängepartie um die Finanzierung hat der Haushaltsausschuss nicht nur 50 Millionen Euro für den Bundeshaushalt 2020 bewilligt, auch in den Folgejahren wird der Posten im Haushalt fest eingeplant.

14.11.2019 23:22 • von
Gute Nachrichten für die Branche aus dem Bundestag: Der Haushaltsausschuss sichert die Finanzierung der Gamesförderung bis 2023 (Bild: Deutscher Bundestag/Simone M. Neumann)

Die deutsche Gamesbranche hat einen Grund zum Jubeln. Die 2019 erstmals eingeführte Förderung von Computer- und Videospielen auf Bundesebene geht weiter. Nach einer Hängepartie hat der Haushaltsausschuss des Bundestags nun eine Fortsetzung beschlossen und die dafür notwendigen 50 Millionen Euro in den Bundeshaushalt 2020 eingeplant. Doch die Politik geht sogar noch ein Stück weiter. Mit der Entscheidung in der Bereinigungssitzung auf Vorlage der Bundesregierung wird die Förderung verstetigt. Konkret wurde heute der Etat der Gamesförderung auch für die Folgejahre bis 2023 abgesichert. Inklusive der 50 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt 2019 fördert die Bundesregierung Gamesentwickler in Deutschland in den kommenden Jahren also mit einer Viertel Milliarde Euro.

Beim Branchenverband game zeigt man sich daher auch zufrieden: "Die Absicherung der Games-Förderung ist ein starkes Signal für den Games-Standort Deutschland. Besonders mit der Festschreibung für die kommenden Jahre ermöglicht der Haushaltsausschuss des Bundestages die dringend notwendige Planungssicherheit", so Felix Falk, Geschäftsführer des game. "Die Entscheidung und der breite Konsens zeigen den Willen über Parteigrenzen hinweg, dass Deutschland beim Zukunftsmedium Games international eine wichtigere Rolle spielen soll. Jetzt braucht es die schnelle EU-Notifizierung der Förderrichtlinie, damit die vielen neuen Projekte in Deutschland realisiert werden können. Als Games-Branche stehen wir in den Startlöchern."

Auch verschiedene Parlamentarier kommentierten den Durchbruch bei der Förderung positiv: "Die Gamesförderung kommt und wird verstetigt. Es ist gut, dass dies in den Haushaltberatungen gelungen ist, das drohende Ende der Gamesförderung zu verhindern, bevor sie eigentlich begonnen hat. Wir stellen - wie vereinbart - die Mittel zur Förderung von Games in Höhe von 50 Millionen Euro für 2020 und auch in den Folgejahren bereit. Damit schaffen wir ein nachhaltiges level playing field mit anderen wichtigen Produktionsländern und stellen die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und von Arbeitsplätzen in Deutschland sicher", sagt Dr. Jens Zimmermann, Digialpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Auch Rüdiger Kruse von der Union betont, dass die Parlamentarier zum Versprechen aus dem Koalitionsvertrag stehen: "Und dazu haben wir die Förderung der deutschen Game-Branche, die auf Initiative der Union in 2019 erstmals mit 50 Mio gefördert wurde, auf sichere Beine gestellt: Bis 2023 ist die Förderung von jährlich 50 Mio vorgesehen", sagt Kruse.