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China verhängt Gaming-Sperre nach 22 Uhr für Minderjährige

Chinas Jugendliche verbringen zu viel Zeit mit Videospielen, das zumindest befindet so Chinas Regierung. Die Lösung bringen sollen härtere Regeln für Spieleentwickler.

08.11.2019 14:12 • von
Ein Profi-Spieler bei den Intel Extreme Masters 2019 in Beijing Haidian. (Bild: Stephanie Lieske / ESL)

Videospiel-Verbot zur Schlafenszeit: Was hierzulande zu Erziehungsmaßnahmen von Eltern gehört, übernimmt in China die Regierung. Weil die chinesische Regierung besorgt ist, um die Gesundheit minderjährige Zocker und deren Schulnoten, hat die Volksrepublik den Entwicklern von Online-Games jetzt konkrete Vorgaben gemacht. So steht auf der Staatsrat-Webseite geschrieben, dass Personen unter 18 Jahren von 22 Uhr bis 8 Uhr von Online-Partien gesperrt sein müssen.

Auch sollen Jugendliche ihren Online-Gaming-Konsum unter der Woche reduzieren. Ein Maximum von 90 Minuten täglich darf nicht überschritten werden. Das Wochenende und Feiertage sind auf drei Stunden eingegrenzt. Um dies zu gewährleisten, müssen Spieler sich mit ihrem bürgerlichen Namen und ihrer Identifikationsnummer auf den jeweiligen Online-Portalen anmelden.

In-App-käufe, wie virtuelle Waffen oder Skins, will die chinesische Regierung ebenfalls regulieren. Je nach Alter sollen zwischen 26 bis 52 Euro pro Monat dafür ausgegeben werden dürfen.

Bislang betrifft die Regelung ausschließlich Online-Spiele, denn hier gibt sich durch das Echtzeitverfolgungsverhalten von Gamern die Chance einer detaillierten Vorgabe. Bei Offline-Spielen ist eine Erfassung schwieriger.

Daniel Ahmad, Analyst bei Niko Partners gibt in einem Artikel der New York Times an, dass China mit seinen Regeln einer der am härtesten regulierten Videospielmärkte der Welt sei. Viele Publisher und Entwickler müssen Inhalte speziell an den chinesischen Markt anpassen, deshalb erscheinen in China oft speziell entwickelte Versionen.