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Illegale Downloads bei jungen Menschen immer unbeliebter

Aus jetzt vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum vorgelegten Zahlen geht hervor, dass immer mehr Europäer zwischen 15 und 24 Jahren auf die Verwendung von Inhalten aus illegalen Quellen im Internet verzichten. Der Anteil derer, die bereit sind, für entsprechende Aboangebote im Internet zu bezahlen, ist demnach gestiegen.

04.11.2019 14:04 • von Jochen Müller

Bei den 15- bis 24-jährigen Europäern wird die Nutzung illegaler Inhalte aus dem Internet immer unbeliebter. Das geht aus jetzt vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) vorgelegten Zahlen hervor. Demzufolge gaben 51 Prozent der befragten Personen an, in den vergangenen zwölf Monaten keine Inhalte aus illegalen Quellen verwendet, gespielt, heruntergeladen und gestreamt zu haben; bei der letzten EUIPO-Erhebung im Jahr 2016 hatte dieser Anteil noch bei 40 Prozent gelegen. Auch der Anteil derer, die absichtlich illegale Quellen für digitale Inhalte wie Musik, Filme, Serien und Spiele nutzen, ist im gleichen Zeitraum von 25 auf 21 Prozent zurückgegangen. Als Beweggründe wurde vor allem das wachsende Bewusstsein von Sicherheitsrisiken im Internet wie dem Diebstahl von Kreditkartendaten und der Infizierung der persönlichen Geräte mit Viren.

Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die in den vergangenen zwölf Monaten bewusst auf illegale Download-Quellen zugegriffen haben, ist in den von EUIPO untersuchten Ländern in Spanien mit 29 Prozent am höchsten, in Deutschland mit 13 Prozent am niedrigsten. Den größten Rückgang im Vergleich zu 2016 von zehn Prozentpunkten verzeichnete man in Frankreich (aktuell: 24 Prozent), den niedrigsten - um einen Prozentpunkt - in Italien (aktuell: 21 Prozent).

Gleichzeitig mit dem Rückgang bei der Nutzung illegaler Quellen belegen die jetzt veröffentlichten Zahlen eine zunehmende Bereitschaft für Aboangebote für digitale Inhalte im Internet zu bezahlen - vorausgesetzt, sie sind erschwinglich. Während 2016 noch 13 Prozent der Befragten angegeben hatten, dass sie bereit seien, für solche Angebote zu bezahlen, liegt dieser Anteil aktuell bei 22 Prozent.