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EIT: Kreativ- und Kulturwirtschaft erhalten 25 Prozent mehr Förderung

Während der INNOVEIT in Budapest, stellt das Europäische Institut für Innovation und Technologie neue Förderansätze für die Kreativ- und Kulturwirtschaft vor.

15.10.2019 11:46 • von

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa soll weiter gefördert werden - so der Ansatz bei der INNOVEIT, dem alljährlichen Innovationsforum des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) in Budapest. Dafür soll eine neue Wissens- und Innovationsgemeinschaft gegründet werden. Das und unter anderem auch eine 25 prozentige Erhöhung des Budgets auf 3 Milliarden Euro sind Teile des Vorschlags der Europäischen Kommission für eine Strategische Innovationsagenda des EIT 2021-2027. 12,5 Millionen Beschäftigte in der europäischen Kultur- und Kreativbranche - das sind 7,5 Prozent aller Beschäftigten in der EU-Wirtschaft - sollen diese Förderung zugutekommen.

400 Teilnehmer nehmen an der INNOVEIT in Budapest teil, wo genau diese Schlüsselrolle des EIT bei der Förderung von Innovation in Europa diskutiert wird. An der Konferenz nehmen unter anderem Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Jugend, Sport und Kultur, László Palkovics, der ungarische Minister für Innovation und Technologie, Sanja Damjanovic, die montenegrinische Wissenschaftsministerin, sowie führende Unternehmer, Innovationsführer und Politiker - so auch Hauptrednerin Michaela Magas - teil.

"Bildung und Kreativität sind wesentlich beim Aufbau eines widerstandsfähigen, wettbewerbsfähigen und von Zusammenhalt geprägten Europas. Es erfüllt mich mit Stolz, wie das EIT uns dabei hilft, sowohl talentierte Innovatoren zu unterstützen als auch unternehmerisches Denken zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass dieser Fokus auf Menschen, auf deren Wünsche und Ideen uns auch helfen kann, die neue Wissens- und Innovationsgemeinschaft im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft zu einem Erfolg zu machen", sagt Tibor Navracsics, für das EIT zuständige EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport.

Vor allem der audio-visuelle und Multimedia-Sektor ist in Europa enorm gewachsen. Tätigkeiten die im Zusammenhand mit dem Verlegen von Computerspielen stehen haben von 2008 bis 2016 um mehr als 25 Prozent auf die gesamte Bruttowertschöpfung zugenommen. Yoan Fanise, Mitbegründer des Videospielunternehmens DigixArt sagt dazu: "Videospiele, ein Kinderspiel? Das ist ein gewaltiger Irrtum! Ich habe an einigen der weltweit bekanntesten Videospiele mitgearbeitet und ich kann Ihnen sagen, dass es unglaublich kreativer Teams bedarf, um erfolgreiche Videospiele zu entwickeln, zu finanzieren und zu vermarkten. Dafür braucht man auf vielen Ebenen echte Talente, die technisch versiert und qualifiziert sind. Die Videospielindustrie ist eine branchenübergreifende Erfolgsgeschichte. Insofern freue ich mich über die Pläne des EIT, sein einzigartiges Innovationsmodell auch im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft einzuführen. Europa braucht diese gezielte globale Unterstützung."