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München rückt im EU-Ranking der Kreativstädte an zweite Stelle

Direkt hinter Paris, aber noch vor London und Berlin steht München an zweiter Stelle der Millionenstädte in Europa, die als besonders kreativ und kulturell gelten. Das geht aus der aktuellen Studie "Städtevergleich Kultur und Kreativität" der Europäische Kommission hervor.

09.10.2019 16:37 • von Jonas Kiß
Belegen in ihren jeweiligen Bevölkerungsgruppen den zweiten Platz: München, Karlsruhe und Weimar (Bild: Screenshot, publications.jrc.ec.europa.eu)

Direkt hinter Paris, aber noch vor London und Berlin steht München an zweiter Stelle der Millionenstädte in Europa, die als besonders kreativ und kulturell gelten. Das geht aus einer Studie hervor, die die Europäische Kommission am 8. Oktober 2019 in Brüssel vorlegte.

Die zweite Ausgabe des sogenannten "Städtevergleichs Kultur und Kreativität" untersuchte dabei 190 Städte in 30 Ländern. Mit dem Instrument soll das kreative und kulturelle Potenzial europäischer Städte gemessen und gefördert werden.

Drei Auswahlkriterien wurden verwendet, um die Liste von etwa 1000 Städten in der Eurostat-Datenbank Urban Audit auf 190 Städte zu verfeinern.

In der Auswahl befinden sich 98 Städte, die bis 2019 Europäische Kulturhauptstädte waren oder sein werden beziehungsweise die in die engere Wahl gekommen sind, um bis 2023 eine Europäische Kulturhauptstadt zu werden sowie 59 UNESCO-Kreativstädte und 33 Städte mit mindestens zwei regelmäßigen internationalen Kulturfestivals, die bis mindestens 2015 dauern.

Gemessen wurden die Städte in den drei Aspekten Kulturelle Dynamik, Kreativwirtschaft und Kulturumfeld. Ausschlaggebend waren Merkmale wie Kulturstätten, künstlerische Institutionen oder Liveveranstaltungen bis hin zur Entwicklung politischer Strategien und Infrastrukturen wie Fonds, Steueranreize und kreative Gründerzentren.

Neben München belegen auch Karlsruhe und Weimar im Index der Kultur- und Kreativstädte in ihren jeweiligen Einwohnergrößengruppen den zweiten Platz.

Die Gemeinsame Forschungsstelle, der wissenschaftliche Dienst der Kommission, hat den Städtevergleich entwickelt. Mit einem begleitenden Online-Tool konnte die Städte außerdem ihre eigenen Daten direkt einfügen. Die Studie, die erstmals 2017 erschien, soll voraussichtlich alle zwei Jahre aktualisiert werden.

"Die erste Ausgabe des Städtevergleichs 'Kultur und Kreativität' hat sich als Erfolg erwiesen und es Städten in ganz Europa ermöglicht, die Entwicklung durch eine bessere Nutzung ihres kulturellen Potenzials zu fördern", bilanziert Tibor Navracsics als noch amtierender EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport. "Ich bin sicher, dass die zweite, erweiterte Ausgabe sowohl für die städtischen Behörden als auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft und für die Bürgerinnen und Bürger selbst gleichermaßen von Nutzen sein wird."