Games

Gamesförderung: Sechs Projekte erhalten erstmals Geld vom Bund

Tiny Roar, Off The Beaten Track, Bensch Tech, Hekate, Asylum Square Interactive und Z-Software sind die ersten sechs Firmen beziehungsweise Teams, die Geld aus dem Topf der Gamesförderung vom Bund erhalten, wenn auch nur in Form einer De-minimis-Förderung. Was den zweiten Teil der Bundesförderung betrifft heißt es weiter warten auf Brüssel.

04.10.2019 10:07 • von
"Tiny Thor" von Asylum Square Interactive erhielt mit 199.996 Euro den bisher höchsten Betrag durch die Gamesförderung des Bundes (Bild: Screenshot)

Auch wenn die Summe nur ein Bruchteil der eingeplanten 50 Millionen Euro beträgt, die Benennung der ersten sechs Games-Projekte, die jemals vom Bund gefördert werden, hat etwas Historisches. Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit gab das Bundesverkehrsministerium die ersten positiven Förderentscheidungen bekannt. Weitere Projekte sollen künftig sukzessive bekanntgegeben werden.

Freuen über eine Förderung vom Bund dürfen sich Tiny Roar, die 103.752 Euro für "Bomb Bots Arena" erhalten. Off The Beaten Track bekommen 117.601 Euro für "Until It's Gone", Bensch Tech 129.182 Euro für "Enuan's Path", Hekate 149.895 Euro für "Ad Infinitum" und Z-Software 125.000 Euro für "Autobahnpolizei-Simulator 3". Den höchsten Einzelbetrag bisher erhält Asylum Square Interactive mit 199.996 Euro für "Tiny Thor".

Der Start der Bundesförderung ist für die deutsche Gamesbranche ein Meilenstein. Und doch gibt es einen Beigeschmack. Zum einen ist die De-minimis-Förderung nur der erste, kleinere Teil der geplanten Förderung. Für dem zweiten Teil, bei dem Produktionen auch deutlich höhere Beträge erhalten können, wartet man noch auf grünes Licht aus Brüssel.

Zum anderen wurden zwar 50 Millionen Euro im Haushalt 2019 eingeplant, ob es im Haushalt 2020 ebenfalls Mittel für die Gamesförderung geben wird ist derzeit jedoch mehr als fraglich. Das Bundesverkehrsministerum jedenfalls hat keine Gelder für die Gamesförderung im Haushalt angemeldet, obwohl die Gamesförderung im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Nun liegt es am Bundestag, ob im parlamentarischen Verfahren doch noch Gelder für Games im Haushalt 2020 freigegeben werden.