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Medien als Kulturvermittler

In der zweiten Jahrestagung der Initiative Kulturelle Integration hieß das Leitthema "Integration, Demokratie und Medien".

04.09.2019 15:13 • von

Bereits zum zweiten Mal fand in Berlin die Jahrestagung der Initiative Kulturelle Integration statt. Im Fokus stand in diesem Jahr die Rolle der Medien. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die bei ihrer Rede die Rolle der Medien als Vermittler in der Integrationsdebatte unterstrich. Sie sprach weiterhin von der natürlichen Angst des Menschen vor dem Fremden, also auch vor andere Lebensweisen und Weltanschauungen. Gerade deshalb, so Grütters, erfordere es Kommunikation. Deshalb seien Glaubwürdigkeit und Vertrauen in traditionelle Medien unverzichtbar. "Dort wo Algorithmen Filterblasen technisch verstärken, ist der Zugang zu einem medialen Themen- und Meinungsspektrum das beste Bollwerk gegen Populismus", meint die Kulturstaatsministerin. Den kritischen Journalismus sieht sie deshalb hier als "Wächter der Demokratie und Vermittler zwischen Kulturen".

In seinem Vortrag ging Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen sogar einen Schritt weiter und forderte einen "Klimawandel der Kommunikation" weg von der Empörungsdemokratie und machte sich für die Einführung des Unterrichtsfaches "Medienkompetenz" stark.

Bereits 2017 bekräftigte die Initiative Kulturelle Integration die Bedeutung der Medien in seinen 15 Thesen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. In These sechs"Demokratische Debatten- und Streitkultur stärkt die Meinungsbildung in einer pluralistischen Gesellschaft" heißt es hier nämlich: "Journalistisch und redaktionell veranlasste Angebote leisten unabhängig von ihrem Verbreitungsweg einen eigenen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs".

Und weiter: "Aufgrund der Digitalisierung haben sich die Verbreitungsmöglichkeiten journalistischer und redaktioneller Inhalte vervielfacht. Das bietet Chancen für Kommunikation und Sichtbarkeit von Vielfalt.Gegründet wurde die Initiative Kulturelle Integration im Jahr 2016 durch die fünf Initiatoren - das Bundesinnenministerium, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Deutsche Kulturrat, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien.