Games

gamescom: Debatte vor dem Debatt(l)e

Kurz vor Start des gamescom congress lud das Wirtschaftsforum der SPD zu einer Debatte zum Stand der Gamesförderung. Dabei ging es vor allem auch um Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit der Förderung, aber auch um eSport, Serious Games, Technologietransfer und den Stromverbrauch von Spielen.

21.08.2019 13:42 • von
Herbert Marner (Koelnmesse), Benedikt Grindel (Ubisoft BlueByte) Felix Falk (game), Falko Mohrs (Mitglied des Bundestags), Heiko Kretschmer (Wirtschaftsforum der SPD) und Marcel Krönert (BMVI; v.l.) (Bild: GamesMarkt)

Am Morgen vor dem gamescom congress veranstaltete das Wirtschaftsforum der SPD im Messehochhaus der Koelnmesse eine Diskussionsrunde zum Thema Förderung. Unter dem Titel "Game Over? Chancen und Perspektiven der Gamesförderung in Deutschland" diskutierten neben Bundestagsmitglied Falko Mohrs auch Benedikt Grindel von Ubisoft Deutschland und Marcel Krönert, Referent aus dem Bundesverkehrsministerium.

Um das eigentliche Thema, die Gamesförderung, drehten sich jedoch vor allem nur die Eingangsstatements. So betonte Grindel, wie wichtig Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Einfachheit der Förderung für die Branche ist. "Die gamescom ist für eine Woche das Zentrum der Gamesbranche. Die anderen 51 Wochen im Jahr spielen wir, spielt Deutschland in der Herzkammer der Branche, und das ist die Entwicklung, leider keine Rolle", brachte Grindel die Probleme des Gamesstandorts Deutschland auf den Punkt.

Nach diesen Eingangsstatements konzentrierte sich die Diskussion jedoch eher auf angrenzende Themen. So wurde die Anerkennung des eSports als Sport oder zumindest die Feststellung der Gemeinnützigkeit angesprochen, damit Vereine Rechtssicherheit beim Aufbau von eSport-Abteilungen haben. Angesprochen wurden aber Serious Games und damit verbunden der Technologietransfer aus der Gamesbranche in die klassischen Industrien, sowie das Thema Aus- und Weiterbildung sowie der ökologische Fußabdruck von Games, als Medium, das ohne Strom schlicht nicht funktioniert.Auch wenn dies alles sehr spannende Themen waren, ein wenig mehr Fokus auf das Thema Förderung hätte dem Ergebnis gut getan.