Games

Heimische Games-Entwickler verlieren Markt-Anteile

Der deutsche Games-Markt ist im Jahr 2018 um neun Prozent gewachsen, jedoch haben die deutschen Games-Entwickler an Umsatz verloren und haben nur noch 4,3 Prozent Anteil auf dem heimischen Markt.

12.08.2019 10:17 • von

Mit 4,4 Milliarden Euro legte der deutsche Games-Markt im Jahr 2018 ein starkes Wachstum von neun Prozent hin. Vergleichsweise ist aber der Anteil der deutschen Spiele-Entwicklungen gesunken, so eine Mitteilung des game-Verband der deutschen Games-Branche. 2017 betrag der Anteil noch fünf Prozent, im Jahr 2018 nur noch 4,3 Prozent. So konnten deutsche Entwicklungen auf dem Heimatmarkt einen Umsatz von 135 Millionen Euro erwirtschaften, was rund sechs Prozent weniger sind als im vergangenen Jahr. PC- und Konsolenspiele auf Datenträgern und Downloads konnten sich von 0,97 auf 1,1 Prozent Anteil steigern. Jedoch ist der Marktanteil von Online- und Browser-Games aus Deutschland von 17 auf 13 Prozent gesunken. Auch der Anteil bei Spiele-Apps für Smartphones und Tablets ging von 3,7 auf 3,2 Prozent zurück.

"Von 100 Euro, die für Games ausgegeben werden, bleiben gerade noch 4,30 Euro bei Unternehmen aus Deutschland. Das ist ein deutliches Alarmsignal" Während der Games-Markt in Deutschland und weltweit stark wächst und andere Kultur- und Mediengüter längst überholt hat, spielen Entwicklungen von deutschen Unternehmen kaum eine Rolle", so game-Geschäftsführer Felix Falk. "Die aktuelle Situation zeigt abermals, wie dringend die Rahmenbedingungen für die Games-Branche in Deutschland verbessert werden müssen, damit sie endlich international konkurrenzfähig sind. Die Einführung der Games-Förderung ist dabei der zentrale Schritt, mit dem die Bundesregierung endlich für finanzielle Planungssicherheit sorgen muss. Nur dann haben wir in Deutschland eine Chance, zu den führenden Ländern aufzuschließen."