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Trump gibt Videospielen Schuld an Gewaltbereitschaft der Menschen

Nach den zwei Massenschießereien in den USA vergangenes Wochenende beschuldigt US-Präsident Donald Trump Videospiele und Social Media für die Gewaltverherrlichung der Gesellschaft verantwortlich zu sein.

06.08.2019 10:33 • von

Vergangenes Wochenende passierten in den USA gleich zwei tragische Vorfälle. In El Paso, Texas, eröffnete ein Schütze in einem Einkaufszentrum das Feuer, wodurch 22 Menschen ums Leben kamen, 24 wurden verletzt. In Dayton, Ohio, gab es ebenfalls eine Massenerschießung, wodurch zehn Menschen getötet wurden, darunter der Täter, und mindestens 27 weitere wurden verletzt. In diesem Jahr passierten in den USA alleine bereits über 250 Schießereien. Die lockeren Waffengesetze in den USA machen es für die Bevölkerung sehr leicht an Schusswaffen zu kommen. Obwohl oft nach strengeren Gesetzen gefordert wird, hat die Regierung noch sehr wenig dagegen unternommen. In einer Stellungnahme verweist der US-Präsident Donald Trump nun darauf, dass Videospiele eine große Rolle in der Gewaltverherrlichung der Gesellschaft spielen würden. Während eines Briefings im Weißen Haus, solle diese Annahme geklärt werden. In seiner Rede sagte Trump: "Wir müssen die Verherrlichung der Gewalt in unserer Gesellschaft stoppen. Dazu gehören auch die grausamen Videospiele, die heute alltäglich sind. Es ist heute zu einfach für Jugendliche, sich mit einer Kultur zu umgeben, die Gewalt feiert. Wir müssen das stoppen und erheblich reduzieren, und es muss sofort beginnen. Der kulturelle Wandel ist hart, aber jeder von uns kann sich dafür entscheiden, eine Kultur aufzubauen, die den individuellen Wert und die Würde jedes menschlichen Lebens feiert. Das ist es, was wir tun müssen."

Auch die ESA, Entertainment Software Association, meldete sich nach diesem Statement zu Wort. So hätten sie auf dem Videospiel-Meeting im Weißen Haus im März 2018 schon durch Studien festgestellt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Videospielen und Gewalt gäbe. "Mehr als 165 Millionen Amerikaner und Milliarden von Menschen weltweit genießen Videospiele. Doch andere Gesellschaften, in denen Videospiele eifrig gespielt werden, kämpfen nicht mit den tragischen Gewaltausbrüchen in den USA", so die ESA in einer Erklärung.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde diese Debatte bereits angeheizt, nachdem ein 19-jähriger an seiner ehemaligen Schule in Florida 17 Menschen erschoss. Das war auch der Auslöser für das Videospie-Meeting im Weißen Haus, von dem die ESA sprach.