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ZeniMax veröffentlicht auch internationale Version der "Wolfenstein"-Ableger

Erstmals seit Start der Reihe werden bei "Wolfenstein: Youngblood" und "Wolfenstein: Cyberpilot" auch die internationalen Versionen in Deutschland auf den Markt kommen. Beide erhielten laut Publisher ZeniMax die USK-Freigabe ab 18 Jahren.

26.06.2019 15:53 • von
"Wolfenstein: Youngblood" erscheint wie auch "Wolfenstein: Cyberpilot" sowohl als deutsche, als auch als internationale Version mit USK 18 (Bild: ZeniMax)

Es ist eine Zäsur für die Marke "Wolfenstein". Wie Publisher ZeniMax mitteilt, erscheinen die kommenden Ableger "Wolfenstein: Youngblood" und "Wolfenstein: Cyberpilot" auch in der internationalen Version in Deutschland. Beide Titel erhielten demnach jetzt eine USK-Freigabe "ab 18 Jahren". Es ist ein Novum, da die internationalen Versionen nationalsozialistische Symbole enthalten. Aus diesem Grund wurden frühe "Wolfenstein"-Spiele in Deutschland erst gar nicht auf den Markt gebracht. In den vergangenen Jahren entwickelte ZeniMax eine spezielle Version für den deutschen Markt, völlig ohne nationalsozialistische Symbole.

So auch im Fall von "Wolfenstein: Youngblood" und "Wolfenstein: Cyberpilot". Denn tatsächlich war die Entscheidung der USK keineswegs gewiss. Laut ZeniMax hat die USK bestätigt, dass die Freigabe sich auf die Ausnahme stützt, dass die Symbole sozialadäquat genutzt werden, weshalb die Verwendung zulässig ist. Eine solche Ausnahme besteht dann, wenn Spiele von künstlerischem Wert sind und sich klar gegen die Nazi-Ideologie wie etwa Nationalismus und Rassismus positionieren. Da die USK nun auch die internationalen Versionen freigegeben hat erscheinen diese, in englischer Sprache gehaltenen Versionen parallel zu den ansonsten inhaltsgleichen deutschen Versionen am 26. Juli in Deutschland.

Durch die Entscheidung der USK wird ZeniMax jedoch ein Dilemma nicht abgenommen: Die Frage, ob man bei künftigen "Wolfenstein"-Spielen weiterhin den Mehraufwand für die Entwicklung einer Deutschen Version betreibt. Schließlich ist die Kennzeichnung im Rahmen der Sozialadäquanzklausel immer eine Einzelfallentscheidung.