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Kapersky warnt vor als Spiel getarnter Malware

Im letzten Jahr wurden über 930.000 Nutzer von Malware attackiert, die als Videospiel getarnt wurde. Beliebte Titel sind hier "Minecraft", "GTA 5" und "Sims 4".

13.06.2019 11:45 • von

Videospiele, oder besser gefälschte Kopien ebensolcher, sind eine beliebte Fassade für getarnte Malware. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden mehr als 930.000 Nutzer weltweit durch hinter Spielenamen versteckter Malware angegriffen. Das geht aus einer aktuellen Studie des russischen Unternehmen Kapersky hervor, das sich auf Sicherheitssoftware spezialisiert.

Bei Videospielen, die auf digitalen Plattformen angeboten werden, ist oftmals nicht gleich erkennbar, ob es sich um legitime Dateien handelt oder nicht. Bei einer genaueren Untersuchung von solchen Download im Zeitraum vom Juni 2018 bis Juni 2019, das hier vor allem mit bekannten Marken gelockt wird. Etwa 30 Prozent der Angriffe, also bei etwa 310.000 Nutzern, ging von Malware aus, die als "Minecraft" getarnt war. Bei weiteren 112.000 Usern war es "GTA 5" und auf Rang drei platzierte sich mit 105.000 betroffenen Nutzern "Sims 4". Auch hinter noch unveröffentlichten Spielen verstecken sich gerne Schadprogramme. Einen Großteil machen hier Dateien mit den Namen "FIFA 20", "Borderlands 3" und "Elder Scrolls 6" aus.

"Ob beliebte Serien, Premieren von Top-Filmen oder Videospiele - seit Monaten sehen wir, dass Cyberkriminelle auf Unterhaltungsangebote setzen, um Nutzer mit Malware zu kompromittieren", erklärt Maria Fedorova, Sicherheitsexpertin bei Kaspersky. "Dies ist leicht zu erklären: Menschen sind weniger aufmerksam, wenn sie sich entspannen und unterhalten sein wollen. Wenn sie nicht damit rechnen, Malware in etwas zu finden, das ihnen seit Jahren Spaß macht, brauchen Cyberkriminelle noch nicht einmal einen fortschrittlichen Infektionsvektor, um erfolgreich zu sein."