Unternehmen

Bethesda setzt auf "Doom"

Kein "ES6" oder "Starfield". Stattdessen legt Bethesda seinen Fokus auf seinem E3-Showcase auf "Doom Eternal". Außerdem steigt der Publisher ins Streaming -Geschäft ein.

11.06.2019 11:24 • von

Wer bei der Bethesda-Pressekonferenz vor der E3 auf neue Infos zu "Elder Scrolls" oder der neuen IP "Starfield" gehofft hat, wurde leider enttäuscht. Nachdem der Publisher letztes Jahr kurze Teaser zum sechsten Teil der "Elder Scrolls"-Reihe zeigte und einen erstmaligen Blick auf das brandneue Weltraum-RPG bot, wurden die beiden Titel diesmal nur mit einem kurzen Nebensatz bedacht. Stattdessen stützte sich Bethesda vor allem auf den jüngsten Ableger seines Erfolgsfranchises, "Doom: Eternal". Nachdem reichlich Gameplay-Material gezeigt wurde, gab der Publisher auch einen Erscheinungstermin bekannt. Das Spiel wird am 22. November für PS4, Xbox One und Google Stadia erscheinen.

Todd Howard, der wieder durch die Konferenz führte, sprach auch direkt den Elefanten im Raum an. Der Executive Producer thematisierte die Problematik um "Fallout 76" beim Release. Das Spiel erntete reichlich Backlash, wegen nicht gehaltener Versprechen sowie einer fehlerhaften Collector's Edition. Doch seither, so bekräftigt Howard, sei Bethesda eifrig dabei gewesen, Mängel auszubessern und das Spiel zu dem zu machen, was sich der Publisher vorgestellt hatte. Nun bekommt "Fallout 76" außerdem einen 52-Mann Battle-Royal-Modus "Nuclear Winter", pünktlich zur E3. Aktuell gibt es in diesem Rahmen außerdem eine einwöchige Testphase für das Spiel.

Herzen weltweit erwärmte indes Izumi Nakamura mit ihrem Enthusiasmus auf der Bühne. Die Creative Director präsentierte gemeinsam mit Shinji Mikami das neue Projekt von Tango Gameworks betrat. "Ghostwire Tokyo" heißt das neue Horro-Action-Adventure des "Evil Within"-Entwicklers und weckt vor allem mit seinem japanischen Setting großes Interesse. Eine Neuankündigung brachte auch "Dishonored"-Macher Arkane Studios mit. Der französische Entwickler arbeitet aktuell an einem First-Person-Actionspiel namens "Deathloop", in dem es um den Kampf zweier Auftragskiller geht. Erscheinungstermine gibt es für beide Games allerdings noch nicht.

Was allerdings sehr bald sogar den Weg in Spielerhände findet ist "Commander Keen". Der Side-Scroller von id Software feiert eine Rückkehr, diesmal für iOS und Android. Ein Softlaunch soll bereits im Sommer stattfinden.

Eine weitere größere Ankündigung hatte Bethesda allerdings doch noch zu machen. Der Publisher springt nun auch auf den Streaming-Zug auf. Zwar nicht mit einem eigenen Streaming-Dienst, sondern mit einer speziellen Software, die Streaming allgemein verbessern soll. Orion, so heißt die Technologie, funktioniert mit allen verfügbaren Spieleengines und soll die Leistung der Services (Stadia, xCloud etc.) stärken und die Latenz verringern. Auf diese Weise sollen außerdem die Kosten sowohl für Spieler als auch Publisher gesenkt werden. Orion wurde von einem Team von id Software entwickelt.