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Google Stadia: Limitierter Start im November in 14 Ländern

Google hat erste Details zum Start seines cloudbasierten Spiele-Dienstes Stadia enthüllt. Gestartet wird im November in 14 Ländern, darunter Deutschland. Asien spart Google vorerst komplett aus. Die zum Launch benötigte "Stadia Founder's Edition" ist limitiert. Die Basis-Version des Dienstes startet erst 2020.

06.06.2019 21:40 • von
Google hat kurz vor der E3 viele Details zu Stadia enthüllt (Bild: Google)

Google hat den Vorhang gelüftet und einen ganzen Schwung an Details zu Stadia vorgestellt, dem cloudbasierten Spiele-Service von Google. Einen konkreten Termin gibt es nicht. Google kündigte lediglich den November 2019 als Start für Stadia an. Der Start erfolgt zudem limitiert. Auf Stadia freuen dürfen sich Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden und Spanien in Europa sowie Kanada und die USA, mit Ausnahme Hawaii und Guam. 2020 soll Stadia in weiteren Ländern starten. Es ist anzunehmen, dass dann auch Österreich und die Schweiz sowie Australien zum Zug kommen. Das Fehlen des kompletten asiatischen Markts ist indes bemerkenswert.

Limitiert ist der Start jedoch auch aus einem anderen Grund. So ist ab sofort die sogenannte "Stadia Founder's Edition" vorbestellbar. Sie ist limitiert und stellt laut Google die einzige Möglichkeit dar, schon zum Launch Stadia zu nutzen. Die "Stadia Founder's Edition" kostet 129 Euro und enthält Geräte und Leistungen im Wert von knapp 300 Euro. Im Detail enthält sie einen Chromecast Ultra, eine limitierte Auflage des Stadia-Controllers in Night Blue, einen dreimonatigen Zugang zum Abonnement-Dienst Stadia Pro sowie einen dreimonatigen Buddy Pass, mit dem man einem Freund zu drei Monaten Stadia Pro einladen kann. Außerdem haben die Käufer der "Stadia Founder's Edition" auch die Möglichkeit sich als eine der Ersten einen Spielernamen anzulegen.

Tatsächlich könnte man den limitierten Start von Stadia auch als eine Art besseres Early-Access-Programm werten, denn den Service in voller Ausprägung wird es dann erst 2020 geben. Neben Stadia Pro, das nach dem Testzeitraum 9,99 Euro im Monat kostet und konzeptionell den Konsolenabo-Services PlayStation Plus und Xbox Live Gold mit den kostenlosen Spielen ähnelt, gibt es ab 2020 auch Stadia Base. In dieser Form ist der Dienst vorerst kostenlos. Allerdings ist die Auflösung auf 1080p beschränkt und auch auf kostenlosen Content müssen Stadia-Base-Mitglieder verzichten.

Spieleseitig hat Google ein durchaus interessantes Line-up vorgestellt. Bereits ab November werden verfügbar sein: "Dragon Ball Xenoverse 2", "Doom Eternal", "Wolfenstein: Youngblood", "Destiny 2", "Power Rangers: Battle For The Grid", "Baldur's Gate 3", "Metro Exodus", "Thumper", "GRID", "Samurai Showdown", "Football Manager 2020", "Get Packed", "The Elder Scrolls Online", "The Crew 2", "The Division 2", "Assassin's Creed Odyssey", "Ghost Recon Breakpoint", "Trials Rising", "NBA 2K", "Borderlands 3", "Farming Simulator 19", "Mortal Kombat 11", "Rage 2", "Final Fantasy XV", "Gylt", "Tomb Raider Trilogy", "Darksiders Genesis" und "Just Dance 20". Außerdem kündigte Google an, dass in den kommenden Wochen weitere Titel enthüllt werden, die wohl ebenfalls zum Start für Stadia zu kaufen sein werden.

Neben diesen Informationen gab Google zahlreiche weitere Details in Form eines FAQ bekannt. So wird es Stadia Controller auch in den Farben Clearly White, Just Black und Wasabi geben. Letztere soll jedoch nicht in Kanada und den skandinavischen Ländern auf den Markt kommen. Die Auflösung, mit der gespielt werden kann, hängt zudem von der verfügbaren Bandbreite ab. Für ein 720p-Streaming empfiehlt Google mindestens 10 Mbit/s. Weitere Einschränkungen gibt es bei Mobile-Geräten. Stadia unterstützt zum Start lediglich die hauseigenen Geräte Pixel 3 und 3a. Und am TV lässt sich Stadia, anders als mit Chrome oder Mobilgeräten, nur mit dem Stadia-Controller und Google Chromecast Ultra nutzen.