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Spielemacher des Berliner Fußball-Verbands diskutieren über eSport

Zusammen mit ihren Gästen spricht das Board der Spielemacher des Berliner Fußball-Verbands über die Zukunft des digitalen Sports. Geladen waren unter anderen Ralf Reichert, Gründer des ESL - Electronic Sports League, und sein Bruder Tim Reichert, Chief Gaming Officer bei Schalke 04.

17.05.2019 14:48 • von
Die Gäste der Runde: Jörg Wirtgen, David Schnabel, Carlos Rodriguez, Dr. Ulrike Albrecht-Sonnenschein, Ralf Reichert, Tim Reichert (v.l.n.r.) (Bild: Dirk Lässig)

Dieses Mal diskutierte die Runde der Spielmacher des Berliner Fußball-Verbands, unter dem Motto "e&Sports", die Chancen, aber auch Gefahren und Risiken des Phänomens. Austragungsort war die Spielbank Berlin.

Unter Moderation durch Andrea Loth sprachen die Referenten Ralf Reichert, Gründer und Geschäftsführer des ESL - Electronic Sports League, dessen Bruder Tim Reichert, der Chief Gaming Officer bei Schalke 04 ist, und Suchttherapeuthin Dr. Ulrike Albrecht-Sonnenschein über die Faszination eSport.

Jörg Wirtgen, Gründer und Vizepräsident des Berliner Fußball-Verband (BFV) sieht in der Entwicklung, die eSport derzeit durchmacht, auch für den klassischen Sport Chancen: "eSport beschäftigt Millionen junger Menschen. Davor können wir die Augen nicht verschließen. Ich sehe einige Unterschiede zum klassischen Sport, aber eben auch viele Gemeinsamkeiten. Positiv ist aus meiner Sicht, dass junge Menschen beides kombinieren können: Von 'Fifa 19' auf den Bolzplatz? Aus meiner Sicht die logische Konsequenz."

Außerdem gaben sich Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, Carlos "ocelote" Rodriguez, "League of Legends"-Spieler und Gründer von G2 esports, Thomas Klein, Journalist und Vorsitzender der Berliner Pressekonferenz, die Mitglieder des Boards der Spielmacher und zahlreiche andere namhafte Gästen aus Politik, Sport und Wirtschaft die Ehre. Dazu gehörten Spielbank-Geschäftsführer David Schnabel, ASB-Präsidiumsmitglied Dr. Karl Kauermann, LSB-Präsident Thomas Härtel und Senatssprecher a.D. Richard Meng.

Doch David Schnabel sieht durch seine Berufserfahrung auch Parallelen zwischen eSport und Glücksspiel: "Mit der fortschreitenden Popularität und Beliebtheit dieses neuen sportlichen Phänomens werden sich auch die Politik und die Öffentlichkeit mit diesem Thema beschäftigen müssen, um faire und sichere Spielregeln für alle Teilnehmer zu definieren", mahnt er und bietet seine Unterstützung an. "Hier können wir als Spielbankbetreiber sicherlich unterstützen, da wir als seriöse Anbieter im Glücksspielbereich bereits vor vielen Jahren zielführende und funktionierende Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen in unsere Prozesse und Abläufe integriert haben, ohne dadurch die Faszination für unsere Spielangebote einzuschränken. Wichtig ist ein Dialog auf Augenhöhe, der nicht stigmatisiert und Weiterentwicklung verhindert. Die Vorträge und die Diskussion heute haben gezeigt, dass ein solcher Austausch möglich ist."

Die 31 Mitglieder des Board der Spielemacher, das vergangenes Jahr gegründet wurde, trifft sich viermal Jährlich in Berlin, um mit Referenten über Themen ins Gespräch zu kommen, die den Fußball betreffen und den Gesellschaftssport reflektieren. Die Spielebank Berlin bot sich unter anderem deshalb als Veranstaltungsort an, da sie seit ihrer Gründung besonder dem Sport verbunden ist und die Füchse Berlin, die BR Volleys sowie das Internationale Stadionfest (ISTAF) unterstützen.