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Albers beklagt fehlende Gamesförderung in Hamburg-Schleswig-Holstein

Helge Albers, Leiter der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, äußert den Wunsch nach einer Gamesförderung in Hamburg. Er reiht sich somit bei dem ein, was game-Hamburg schon seit Monaten fordert.

14.05.2019 15:25 • von

Immer wieder werden Stimmen nach einer Gamesförderung laut. Bereits vergangenen November veröffentlichte die Hamburger Regionalvertretung des game - Verband der deutschen Gamesbranche Forderungen an die Politik für ihren Standort. Und dies scheint nicht nur die Videospielbranche zu beschäftigen.

Unlängst äußerte sich auch Helge Albers, der Leiter der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein, in einem Interview mit Blickpunkt:Film zur Thematik: "Mit dem Netzwerk Gamecity:Hamburg ist der Games-Bereich in der Stadt gut aufgestellt, aber es fehlt eine Förderung. Ich würde mir wünschen, dass wir diese möglichst bald zu uns holen. Mit Games können Stories erzählt und Standorte gut nach außen transportiert werden. Dahinter steht ein Wirtschaftsfaktor, der einer Stadt wie Hamburg gut zu Gesicht stände. Auch dafür muss mehr Geld zur Verfügung stehen."

Als game-Hamburg seine Forderungen an die Politik, die sich stark auf die Stärkung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Gamesstandort Hamburg stützen, veröffentlichte, fasste es die Regionalvertretung auf folgende vier Punkte zusammen:

1. Die Wiedereinführung einer Gamesförderung

2. Die Stärkung des Netzwerks gamecity:Hamburg

3. Standort-Marketing für Hamburg mit Fokus auf die Gamesbranche

4. Schaffung dedizierter Räume für Games-Unternehmen in der Gründungs- und Wachstumsphase

Bis 2010 gab es in Hamburg eine Prototypenförderung für Spieleentwickler, die bei Unternehmungsgründung Unterstützung leistete. Das game-Regionalbüro möchte mit seinen Forderungen diese nun wieder einführen. Seit dem Gründungsstart der game Regionalvertretungen im letzten Jahr stellten neben Hamburg auch Norddeutschland und zuletzt Schleswig-Holstein seine Forderungen an die Landesregierung. Die Einführung einer Gamesförderung stand dabei bei allen ganz oben.

Helge Albers übernahm zum 1. April 2019 die Geschäftsführung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Seit 1998 machte Albers sich einen Namen als Produzent von Spiel- und Dokumentarfilmen. Der von ihm produzierte Kurzfilm "Ave Maria" wurde 2015 für einen Oscar nominiert, mit dem Dokumentarfilm "Above and Below" gewann er 2016 eine Lola.